Honfleur bis Hamburg

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Fr.-Sa., 9.-10. Feb, Tag 116-117 der Reise (Seetage)

Spruch des Tages. Niemand merkt, wie schön es ist zu reisen, bis er nach Hause kommt und seinen Kopf auf seinem alten, vertrauten Kissen bettet – Yutang

  • Etappe 303 sm (561 km) bis Hamburg (8 Uhr)
  • Wetter heiter, 5 °C
  • Sonnenauf/-Unterg. 08:14/17:35 Uhr


Fazit einer langen und schönen Reise! 

AIDAcara Crew für das Wohl der Gäste… 

Geschrieben am letzten Seetag von Honfleur in Frankreich nach Hamburg, umrahmt von einigen Fotos meines Freundes Roland, alle nachts in Honfleur aufgenommen.


Hallo meine lieben Blog-Leser,  

bereits auf dem Rückweg und beim Passieren von Lissabon  wussten wir, dass wir genau in diesem Moment die Welt einmal komplett umrundet und von Hamburg bis Hamburg in 117 Tagen 5 Kontinente, 2 Äquatorüberquerungen, 23 Länder und 40 Häfen angefahren, 15 Zeitzonen erlebt und über 33.200 Seemeilen (rd. 60.000 km) zurückgelegt haben werden.


Diese Reise hatte etwas paradiesisches. Mein Freund Andreas hat es in seiner Mail an mich wie folgt messerscharf zusammengefasst:


Die fertigen Mahlzeiten wie Frühstücksbüffet, Mittagessen, Kaffee, Abendessen, gereinigte Zimmer, verschiedene Angebote an Tages- und Abendunterhaltung, das Zusammensein mit liebgewonnenen Menschen, fantastische Ausflüge, die täglichen Neuentdeckungen inkl. dem täglichen Bordprogramm auf TV, Papier und Datei, die tolle Betreuung des Service-Personals, die gute und sichere seefahrerische Begleitung, – und und und …


Ein klein wenig war da aber auch von einem Seniorenheim. Gefühlte 2/3 der Gäste hatten ein Alter zwischen 60 und 80 Jahren inkl. entsprechender, altersbedingter Behinderungen. 


Auch Krankenhaus-Athmosphäre hatte ich im Blog angedeutet. Viele, viele Atemwegserkrankungen, Magen-Darminfekte von Jung und Alt. Von Krankentransporten zu Luft und zu Wasser hatte ich berichtet. Ich erinnere in diesem Zusammenhang noch einmal daran, dass Kreuzfahrtschiffe voll klimatisiert sein müssen.


Vielen Dank für das Aufrufen meines Reisetagebuches und den Tipps, die ihr mir zwischendurch habt zukommen lassen. rd. 20.000 Blog-Zugriffe (Stand 12.09.2018) zeigen mir das große Interesse an dieser Reise um die Welt. 


Je älter man allerdings wird, je häufiger denkt man darüber nach, ob man Verpflichtungen im Leben reduzieren sollte. Dies gilt dann sogar für Dinge, die früher durchaus Sinn gemacht haben, heute aber oft als Ballast empfunden werden. Meist ein schwieriger Abwägungsprozess und sehr vom eigenen Alter bestimmt. Dieser Reiseblog jedenfalls hat mir beim Recherchieren und Scheiben sehr viel Freude gemacht.


Ich weiß nicht, ob Ihr den Artikel über Frau Dose, der Gründerin der Hamburger Tafel, im Blog gelesen habt (Waitangi bis Singapur, So.-Di., 17.- 19. Dez, Tag 62-64 der Reise, Dienstag, 19.12.). Durch ihn habe ich bestätigt gefunden, dass Reisen alleine noch keine befriedigende Lösung sein muss. Ich treffe hier an Bord Leute, die fast nur noch unterwegs sind, z.B. auf Kreuzfahrtschiffen. 


Diese, meine Mitreisenden haben bereits schon wenige Wochen nach Ende dieser viermonatigen Weltreise, neue Kreuzfahrten unterschiedlicher Dauer gebucht. Ich hatte nicht das Gefühl, dass einige dieser Zeitgenossen besonders glücklich waren, sie kamen mir eher etwas verloren oder gar entwurzelt vor…

Eines der schöneren Zitate in diesem Blog, welches mir persönlich besonders gut gefallen hat, möchte ich hier noch einmal erwähnen. Es stammt von Johann Wolfgang von Goethe und lautet


„Wir wissen stets nur, daß wir glücklich waren, daß wir’s sind – wir wissen’s nie“

Und so wird es auch mit dieser Reise sein. Es werden in der Zukunft Momente kommen, wo leuchtende Bilder dieser Reise von mir erinnert werden und man ganz genau weiß: 

„da war ich glücklich“. 

Eine gute Zeit wünscht mit bestem Gruß, 

Dieter  

(Blogwriter)

P.S. Schön ist es auch, wenn man zu Hause wieder gern gesehen ist. Leider konnte ich bis heute nicht ermitteln, von wem dieser nette Gruß stammt. 



Freitag am 9. Februar, Abschied am Abend…

Die Bilder wurden beim Abschiedsessen an Bord aufgenommen. Die Küche und alle Mitarbeiter der AIDAcara haben an diesem  letzten Abend alles darangesetzt, uns den Abschied unvergesslich zu machen. 

Die Helden des Alltags, unsere Küche…

Da ist er, der letzte Seetag auf unserer Reise um die Welt! Wir haben viele Tage auf den Weiten der Weltmeere verbracht. 

…und ihre Mitarbeiter, die für uns da waren! 

71 Seetage und 40 Hafentage zzgl. Overnight sind es am Ende geworden. Die meisten davon waren ruhig und angenehm, der Seegang meinte es gut mit uns. Unsere Seeleute sprachen in diesem Zusammenhang immer vom Reisen im Ententeich.

Kleine Kunstwerke aus Eis! 

Ob Pazifik, Indischer Ozean oder Atlantik, sie alle brachten uns sanft und sicher an unsere nächsten Ziele. Wie wurden die Tage auf See verbracht? 

Begeisterte Gäste, die genießen durften… 

Wie viele Bücher wurden gelesen? Wie viele Sonnenstrahlen  aufgenommen? Wie oft am Poolbrunch auf dem Pooldeck teilgenommen? 

Desserts vom Feinsten…

Erinnern wir uns an die fliegenden Fische, die uns auf dieser Reise begegnet sind, die Delfine, die in der Bugwelle von AIDAcara ihren Spaß hatten? 

…farbenprächtig anzuschauen! 

Unvergesslich auch die Wasserfarbe des Pazifischen Ozeans – blauer als es sich je ein Maler hätte ausdenken können. 

Mit viel Liebe vorbereitet! 

Es waren nicht nur die Destinationen, die diese Reise so besonders machten, sondern ebenso die Wege dazwischen. Der Weg war auch das Ziel! 

Erinnern wir uns noch an die schönsten Erlebnisse auf dem letzten,  dritten Weltreiseabschnitt? Wir haben fantastische Eindrücke auf unserer Reise zwischen Singapur und Hamburg gesammelt. 

Ob der Start in der Millionenmetropole Singapur, ein Besuch in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur, ein recht nasser, dafür beeindruckender Stop auf Langkawi, die quirlige Großstadt Colombo, die weißen Sandstrände und das türkisfarbene Wasser auf den Malediven.

Die faszinierende Kultur und Wüstenlandschaft im Orient, die imposante Felsenstadt Petra, unsere Fahrt durch den Suezkanal, unsere Wiederankunft in Europa, eine etwas schaukelige Fahrt durch das Mittelmeer und den Atlantik.

Hamburg hat uns wieder…

Ein traumhafter Halt auf Malta sowie unsere sonnigen Stopps in Málaga, Leixões und im charmanten Seefahrerstädtchen Honfleur. Heute heißt es „Willkommen zurück in Hamburg“, „Willkommen zurück in Deutschland“.

Jok des Tages, der glücklicherweise niemals zu befürchten war. Der Kapitän über Lautsprecher: „Sehr geehrte Reisende, sie kennen das Sprichwort: Einmal das Meer sehen und sterben? Schauen Sie nun bitte Steuerbord hinunter – das ist der Pazifik. Und nun blicken Sie Backbord die Bordwand hinunter: Da ist ein riesen großes Loch in der Schiffswandung.“

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Mi-Do., 07.- 08.Feb, Tag 114-115 der Reise (Landgang)

Spruch des Tages. Die Güte des Herzens nimmt einen weiteren Raum ein als der Gerechtigkeit geräumiges Feld.

  • AIDAcara liegt Quais en Seine de Honfleur n°3
  • Zeit 07.02., 14 Uhr bis 08.02., 18:00 Uhr
  • Alle an Bord 17:30 Uhr
  • Etappe 538 sm (996 km) bis Hamburg
  • Wetter heiter bis bewölkt, 5 °C
  • Sonnenauf-/Untergang 08:35/18:04 Uhr


Do., 08. Februar

Zurück vom Ausflug Honfleur & Deauville.

Schöne Spiegelung der Häuser im Wasser 

Eine kurze Busfahrt ins Stadtzentrum von Honfleur und ein geführter Spaziergang durch die gemütlichen Gassen der alten Seefahrerstadt. 

Holzhäuser mit Schiefer verkleidet 

Vorbei an typischen Holzbauten und traditionellen Sazlagerhallen geben erste Einblicke in ein charmantes, kleines Örtchen, indem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. 

Kleine originelle Geschäfte und Läden 

Weiterfahrt nach Deauvile und Aufenthalt für eine Orientierungstour durch das mondäne Seebad. 

Spielcasino des Seebades 

Mich hat ein Besuch des absoluten Spitzenhotels mit dem schönen Namen „Le Normandy“ gereizt. 


Alles was Rang und Namen hat, ist in diesem Hause bereits gewesen. Politiker, Schauspieler, Maler, Sportler! 

Empfangshalle des Hotels 

Das reicht zum Beispiel bei den Schauspielern von Roman Polanski, Tom Hanks, Michael Douglas, George Clooney bis hin zu Nicole Kidman u.v.a.m..

Clooney, Kidman, Douglas 

Gestern Abend im Theater…

Dancing Queen: Die schönsten ABBA Hits hatte ich bereits bei der Probe gehört, und muss gestehen, sie wurden sehr professionell dargeboten. 

Seit vielen Jahren steht die Show „Dancing Queen“ bei den ABBA Fans hoch im Kurs. Bislang ist sie nur von den großen AIDA Schiffen bekannt. 

Jetzt präsentieren uns die AIDA Stars auch auf dem Mutterschiff der Flotte die besten Hits der vier populären Schweden. 


Ich freue mich auf bekannte Klassiker wie „Dancing Queen“, „Gimme! Gimme! Gimme!“ und „Waterloo“ 


Mi., 07. Februar

Erstes Kennenlernen


Heute um circa 15:00 Uhr ein erster Spaziergang durch das kleine, wunderbare Honfleur. 


Eine Stadt, in der man meinen könnte, die Zeit sei vor vielen Jahren stehen geblieben. 

Die AIDAcara im Hintergrund 

Hier einige Bilder zum Sehen und Staunen. Kleine Gässchen, kleine Läden, schnuckelige Gaststätten und Restaurants.


Allerdings ist zur Zeit keine Saison und viele der öffentlichen Lokale  sind geschlossen. Morgen geht es weiter mit der geführten Tour. Ich werde hier berichten.

Wir machen unsere Schokolade selber! 


Wir erinnern uns noch an Schokoladenmann Jürgen Bluhm, der uns zu Beginn der Weltreise besuchte? Er freut sich auf unsere finale Etappe nach Hamburg und möchte uns zum Abschluss nach allen Regeln der Kunst verwöhnen. 


Wir begleiten ihn auf einer Spurensuche um die Welt und erfahren, wie Geschmack entsteht und ob Schokolade glücklich macht.

Erst im Theater vorbeischauen und alles über Schokolade erfahren!  Anschließend öffnet in der AIDA Bar letztmalig die tolle Schokoladen-Manufaktur mit den vielen edlen Zutaten aus unseren exotischen Reisestationen. 


Sturm am Abend und in der Nacht, nicht erquicked und labend? 

Ein gewaltiges Tief aus Nordwest drohte uns zu verschlingen. Unser Schiff ist mit Höchstgeschwindigkeit vor Sturm und Wellen bis 8 m Höhe von der Biscaya in den Ärmelkanal im besten Sinne des Wortes geflohen. 


 Soweit die Wetterkarte, bedrohlich und gar nicht lustig. 8 Stunden später, heute Morgen um 6:00 Uhr, sieht es dann mit dem echten Vorwärtskommen so aus.


Geschafft und unter den Schutz der englischen Küste geschlüpft. In der Praxis hörte sich der Sturm im Restaurant so an: 


Oder eine kleine Nachtmusik als  Blaskonzert, äähh Glaskonzert gefällig:

Gestern Abend im Theater
Mit dem schönen Titel „Travestiekünstlerin: Einfach MEGY“


Ein Abend der Illusionen mit Songs und Magie! Ein prickelndes Spiel der Travestie. Auf ihre ganz spezielle Art präsentierte MEGY B. uns einen Cocktail voller Überraschungen. 


Mal frech und frivol, mal züchtig und zahm, aber immer unterhaltsam. Witzige Weisheiten und amüsante Lieder, gewürzt mit Ironie und Charme. Liebe, Lust, Laster – das Leben in all seinen Facetten.


Honfleur im Überblick

Honfleur hat heute etwa 8.000 Einwohner und gehört zum Département Calvados in der Region Basse-Normandie. Die Hafenstadt liegt an der Mündung der Seine in den Ärmelkanal. 

Eine gigantische Schrägseilbrücke führt über die Seine nach Le Havre. 


Ursprünglich befand sich der Hafen von Honfleur im Altstadtviertel Enclos. Da er jedoch immer wieder versandete, wurde er verlagert. 


Heute besteht er aus drei Hafenbecken für Handels- und Freizeitschiffe. Die einstige Bedeutung, die der Hafen von Honfleur zur Zeit der Entdeckungsreisen besaß, verlor sich mit dem Aufstieg Le Havres.

Heute aber gilt die Stadt als einer der schönsten Orte der Normandie. Das alte Hafenbecken „Vieux Bassin“ mit den schmalen, sechs Stockwerke hohen Häusern, deren Fassaden sich malerisch im Wasser spiegeln, ist ein Besuchermagnet.


Diese malerische Seefahrerstadt mit ihren typischen Holzbauten ist ein idealer Ausgangsort, um die Normandie zu erkunden! Am Südufer des SeineDeltas scheint alles noch so zu sein wie zu der Zeit, als die Bohème vor 150 Jahren Honfleur besuchte. 


Neben dem historischen Stadttor La Lieutenance und den alten Salzlagerhallen muss man sich auch die hölzerne Kirche SainteCatherine aus dem 15. Jahrhundert anschauen! Ihr freistehender Glockenturm diente den Glöcknern seinerzeit auch als Domizil und wurde von Monet auf Leinwand verewigt




Ausflug Honfleur & Deauville 

Stationen: 

  • kurze Busfahrt ins Stadtzentrum von Honfleur;
  • geführter Spaziergang durch die
  • gemütlichen Gassen der alten Seefahrerstadt, vorbei an typischen Holzbauten und traditionellen Sazlagerhallen; 
  • ca. 1 h Freizeit zum Bummeln; 
  • ca. 45 min Weiterfahrt zum Seebad
  • Deauvile, ca . 1 h Aufenthalt für eine kurze Orientierungstour und Zeit zur freien Verfügung.
  • ca. 45 min Rückfahrt zum Schiff

Jok des Tages. Von Weihnachten bis Silvester zur See fahren ist nicht schlimm, aber von Silvester bis Weihnachten, dass ist eine ganze Menge!


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