San Antonio bis Waitangi

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So.-Do., 10.- 14.Dez, Tag 55-58 der Reise (Seetage), Mo. der 11.12. entfällt.

Spruch des Tages: Man kann niemanden überholen, wenn man in dessen Fussstapfen tritt – Francois Truffaut 

Nächste Etappe 2.145 sm (3.972 km) bis Waitangi. Waitangi siehe nächstes Kapitel.

Donnerstag, 14.12. 

Gestern,  zur Halbzeit der Reise, war ich bei der nautischen Fragestunde mit Kapitän Lars Krüger im Theater. Dort konnte man mehr über das Schiff AIDAcara, die Navigation und der Technik von der Brücke, über den Beruf des Kapitäns und die Seefahrt erfahren. 

Dank an den Kapitän für Um- und Weitsicht

Viele Fragen der Gäste wurden von ihm kompetent beantwortet. Zur Erinnerung erhielt jeder Gast eine Seekarte mit der Route unserer Reise, den zurückgelegten Distanzen und einem Bild des Kapitäns.

Kapitän Lars Krüger

Erst gegen Ende der Fragestunde wurde deutlich, dass es sich auch um eine Abschiedsveranstaltung des Kapitäns selber handelte, der in Sydney von Bord geht. Der neue Kapitän wurde per Leinwandfoto vorgestellt. Foto folgt nach Sydney.

Bergfesttorte…

Die vorangegangenen 12 Monate  Arbeit von Lars Krüger auf der AIDAcara wurden im Zusammenschnitt als Film gezeigt. Lars Krüger geht zunächst in den Urlaub in sein Zuhause auf Gran Canaria (meiner Zweitheimat) und wird dann weitere Lehrgänge besuchen.

Schlacht um’s Kuchenbuffet…

Am Abend fand, wetterbedingt (zu stürmisch), die Bergfest-Party nicht auf dem Pooldeck, sondern im Theater statt. Neben dem Sektempfang wurde u.a. die eigens gebackene Riesentorte mit der Aufschrift „Bergfest“ konsumiert.

Musik und Tanz im Theater

Musik von der Bühne, Tanz vor den Theaterrängen und ausgelassene Stimmung sorgten für fröhliche Stunden.


Mittwoch, 13.12. 

Bergfest! Seit wir am 17. Oktober in Hamburg gemeinsam zur ersten AIDA Weltreise aufgebrochen sind, ist unheimlich viel passiert. Wir haben neue Kontinente entdeckt, Freundschaften geschlossen, neue Kulturen kennengelernt, an vielen Seetagen die Seele baumeln lassen. 


Und nun ist Bergfest! Wie sagte Andreas Bechstein so richtig: „Eine lange Reise hört nicht am Ziel auf. Ein Stück von uns wird im Geiste immer weiterreisen.“

Zwei Monate warten noch auf uns. Ab 20:30 Uhr auf dem Pooldeck wird ein Sektbuffet inkl. Dessert-Gruß aus der Küche eröffnet. Im Anschluss sorgen Saxophonist Toddi und Musiker der Band „The Band Mates“ für beste Livemusik.

Toddi und „The Band Mates“ 

Gestern Abend zeigte Harry Sher „The Mentalist“ seine Kunst des  Gedankenlesens. In diesem Blog hatten wir bereits einmal von ihm berichtet. Bei manchen Vorführungen meine ich die Lösung zu erkennen, bei anderen eher weniger.

Harry Sher „The Mentalist“ 

Davor wurde im Theater erneut „Aida singt“ bzw. „Karaoke für alle“ mit Texten von der Leinwand mit viel Empathie und Gefühl gesungen. Die Fischerchöre hätten an uns wieder ihre reine Freude gehabt.

Kunst auf der AIDAcara

Die Aufführung des laufend mitgedreten Reisefilms – „Tahiti, Moorea & Bora Bora“, also unserer letzten drei okInselbesuche, konnte gegen ca. 17:30 Uhr im Theater bewundert werden. Es war wie immer ein Genuss. Teile hiervon werden sicherlich auch wieder in die Gesamt-DVD der Reise einfließen.


Dienstag, 12.12. (Montag entfällt)

Nachzutragen von gestern Abend ist das Zeitsprung-Ereignis auf dem Pooldeck mit Weihnachtsmarkt und Adventssingen.

Die Zeit, sie rast und schon hatten wir den zweiten Advent mit dem ersten Auftritt des AIDAcara Gäste-Weihnachtschores, einem Adventssingen mit den AIDA Stars, einem Adventsshooting, geeisten Glühpunsch, Glühwein und Bratäpfeln.

 Auftritt des Gäste-Weihnachtschores

Ich wurde gefragt, was mit den Gästen passiert, die an dem entfallenden Montag Geburtstag haben. Auch hier haben die Event-Leute der AIDAcara eine, wenn auch zeitlich nur befristete Lösung finden können.

Adventsfeier für die Kleinsten…

Bevor also aus dem 10.12. der 12.12., aus Sonntag plötzlich Dienstag wird, feiern die Geburtstagskinder und alle Anderen mit ihnen dieses einmalige Ereignis von 23:30 bis 00:30 Uhr auf dem Pooldeck in der einen Stunde Montag, den 11. Dezember besonders kräftig. 


Sonntag, 10.12. (2. Advent)

Zwischenruf!  So ihr Lieben, zu Hausegebliebenen. Heute Nacht ist es soweit. Wir hier, auf der anderen Seite der Welt, schlafen auf einem Sonntag ein und wachen auf einem Dienstag wieder auf.

Das Thema Zeit hatten wir im Blog schon…

Aber die Kehrseite der Medaille: Während Ihr uns bisher „uhrlich“ weit voraus seid, übernehmen wir am besagten Dienstag die zeitliche Führung. 

Die Uhr tickt Richtung Datumsgrenze

Damit müsst Ihr nun leben und wir auch. Wo wir sind, ist die Zeit dann vorne. Das gilt für die Festtage wie Advent, Weihnachten und Silvester! Aber ich verspreche Euch, zurück in Malta, in ein paar Wochen, haben wir uns Euch wieder komplett angeglichen.

Zu Hause Ski und Rodel gut, hier 30 Grad…

Jok des Tages: Vor der Hochzeit spricht die Patentante mahnend zur jungen Braut: „Im Leben jeder Frau, mein Kind, gibt es nur eine große Liebe!“ „Und wer war das bei Dir, Tante?“ „Matrosen, mein Kind, Matrosen!“




—-!—- Bora Bora —-!——

Sa., 09.12. Nov, Tag 54 der Reise (Landgang

Spruch des Tages: Wenn die Pflicht ruft, gibt es viele Schwerhörige – Gustav Knuth. 

  • Liegeplatz: Vaitape Pier
  • Liegezeit: 07 – 16 Uhr
  • Letzter Tender 15:15 Uhr
  • Nächste Etappe 2.145 sm (3.972 km) bis Waitangi inkl. Datumssprung! 

    Das originelle an dem heutigen Ausflug war neben den Sehenswürdigkeiten mit Sicherheit unser heutiger Jeepfahrer Harry und sein Jeep. Beide vermutlich das gleiche Baujahr.

    Ein Philosoph hinter dem Steuer! Halten die Bremsen? Wenn nicht, wie haben einen wunderschönen Friedhof hier.

    Seine Heilpflanzen-Geschichten kamen den Wundern unseres Herrn schon sehr nahe. Der Botanische Garten war allerdings wie gestern schon, große Klasse.

    Haus eines Künstler-Ehepaares

    Das Haus eines Künstler-Ehepaares mit Tochter bot Köstlichkeiten aus diesem Naturgarten zum Probieren an. Kaufen konnte man darüberhinaus selbstgefertigte und bemalte große Schals mit Inselmotiven, wie im folgenden Foto zu sehen.

    Inselmotiv

    Harry zeigte uns weitere  Fotostops mit historischem Hintergrund. Zum Beispiel amerikanische Kanonen zur Inselverteidigung, die nie zum Einsatz kamen. Wie schön! 

    Alte amerikanische Kanone, Kreuzfahrtschiffe im Hintergrund.

    Wie schön auch, dass der von ihm bereits erwähnte Friedhof nicht allzuweit entfernt vom botanischen Garten und in der Nähe des Hauses lag. Alle Schönheit dieses Stein-Ensembles ließen uns dennoch für die Jeepbremsen beten.

    Urgeschichtlicher Friedhof im botanischen Garten.

    Sie haben gehalten, sonst wäre kein Nachtrag mehr möglich geworden. Nachzutragen bleibt nämlich von gestern Abend Livemusik vom Feinsten auf dem Pooldeck. Terri Green, ihr Saxophonist Toddi und die Musiker der Liveband „The Band Mates“ tun sich zu einer großen Jamsession zusammen.

    Terri Green, Saxophonist Toddi und die Liveband „The Band Mates“ 

    Und auch solche Ausflüge gab es. „Die, die mit den Haien“ tanzen. Mit dem Eimer zum Füttern in der Hand sollte nichts passieren. Der Job des Hai-Fütterers wird allerdings häufiger neu ausgeschrieben, u.z. immer dann, wenn der Inhalt des Eimers nicht ganz reichte 😉

    Alle kamen wohlbehalten wieder auf die AIDAcara zurück, auch unser Samba-Kollege Roland! 

    Und heute morgen die erste Begrüßung von Bora Bora, von Deck 11 aus fotografiert um 5.45 Uhr Ortszeit.

    Naturschauspiel am Morgen…

    Bora Bora im Überblick

    Bora Bora gilt als das Südsee-Paradies schlechthin. Das 38 Quadratkilometer große Atoll, das zu den Gesellschaftsinseln gehört, liegt rund 260 Kilometer westlich von Tahiti und zählt zu den Inseln „unter dem Wind“. 

    Insel Häuser weiter unten aus der Nähe…

    Das Einzigartige an Bora Bora ist seine klassische Atollform mit einer Hauptinsel vulkanischen Ursprungs und dem 727 Meter hohen Mount Otemanu sowie den etwa 30 kleinen Inselchen (Motus) aus Korallen, die sich als Ring um die türkisfarbene Lagune reihen. 

    Hauptort und Sitz der lokalen Verwaltung ist Vaitape an der Westküste der Hauptinsel mit einem Supermarkt, Banken, einer Post, einer Gendarmeriestation und einer Schule. In Vaitape leben etwa 4.600 der 9.600 Einwohner von Bora Bora. Eine Ringstraße an der Küste verbindet alle Siedlungen und Hotels.

    Vaitape bei Nacht

    Ein Missverständnis: Bora Bora hieß eigentlich mal „Pora Pora“. Die ersten europäischen Siedler haben sich schlicht und einfach verhört. 

    Abendstimmung

    Das Motto der Einwohner von Bora Bora wird beschrieben mit „aita pea pea“, was übersetzt soviel bedeutet wie: „sich nicht sorgen“. 


    Mit dem Jeep über die Insel Stationen: 

    • ca. 3h Panoramafahrt im Jeep über die Insel; 
    • Erklärungen über die Kultur der Insel und ihrer Einwohner; 
    • Rückfahrt zum Schiff

    Insel Häuser auf Pfählen erbaut

    Jok des Tages. Wie ist der Name „Tunfisch“ entstanden? Ganz einfach: Ist ein Taucher ins Wasser gesprungen, wurde von einem Fisch gebissen und sagt ihm erbost: „Musste nich tun Fisch !“

    So wie uns der Morgen begrüßt hatte, verlässt uns auch der Abend mit einem wunderschönen Naturspektakel.


    Sollte ich nach dem Besuch der 3 Inseln Tahiti, Moorea und Bora Bora meine persönliche Wertung abgeben, so hat mir Moorea am Besten gefallen.



    —-!—-  Moorea  —-!—-

    Fr., 08.12. Nov, Tag 53 der Reise (Landgang

    Spruch des Tages: Wir wissen stets nur, daß wir glücklich waren, daß wir’s sind – wir wissen’s nie –  Goethe

    • Liegeplatz: AIDAcara liegt auf Reede Opunohu Bay  – Papetoai Pier
    • Liegezeit: 08 – 19 Uhr
    • Letzter Tender 18:15 Uhr
    • Nächste Etappe 141 sm (261 km) bis BoraBora

    Gewitter möglich

    Rückkehr von der Jeep Safari mit dem schönen Namen „Bilder von Moorea“. Mit zwei Fahrzeugen und 14 Mitreisenden, den 2 Fahrern und einem Guide von der AIDAcara gelingen uns traumhafte Fotos von einer traumhaften Insel. Bereits beim Übersetzen mit dem Tender-Boot verwöhnt uns ein Regenbogen.

    Regenbogen vom Tender-Boot aus…

    Im Tender-Boot konnte ich neben dem Tender-Kapitän sitzen. Selbst ein so kleines Boot ist mit allerlei Technik ausgestattet. Die Funktechnik, um ständig mit der AIDAcara in Verbindung zu bleiben, ist dabei noch das kleinste Detail.

    Technik im Tender-Boot

    Eines der ersten Jeep-Ziele war der „Tropical Gardens“. Hier erfährt man alles über den Anbau der berühmten „Vanilla Tahitensis“. Im folgenden Foto konnten wir bereits eine Blüte an der Vanille ausmachen.

    Vanilla Tahitensis Anbau

    Daneben ein kleiner Bach mit Seerosen und wunderschönen Blumen rundherum. Ein kleiner Maoi aus Holz rundet das Bild ab. Es ist eine verzauberter Garten, der hier eine erstaunliche Ruhe ausstrahlt.


    Weiter oben ein Blick auf die AIDAcara. Die westlich gelegene Opunohu-Bucht diente übrigens dem Spielfilm „Die Bounty“ 1984 als Kulisse für Dreharbeiten. Daraufhin sollte man sich den Film direkt noch einmal anschauen.

    AIDAcara vom Gebirge aus gesehen…

    Ein letzter Blick in die Blütenpracht des Gartens macht uns sicher: Dieses Ziel hat sich gelohnt. Und die Dame am Erfrischungsstand berichtet: Noch heute glauben die Einwohner von Moorea gerne die Legende, ihre Insel sei die Rückenflosse eines gigantischen Fisches. Und ich sage ihr, von der Inselform her kann es dann aber nur ein Rochen sein.

    Schon einmal den Anbau von Ananas im Feld gesehen? Zunächst sehr unscheinbar, dann aber deutlich zu erkennen. Die Pflanzen sehen allerdings etwas verwildert aus. Viel Unkraut um sie herum beeinträchtigen möglicherweise auch ihr Wachstum.

    Ananas-Anbau

    Ein weiterer Stop führt uns zum Aussichtspunkt „Belvedere Lookout“ mit einem überwältigenden Blick auf den Mont Rotui und die beiden Buchten. Zu einem anderen Aussichtspunkt fahren unsere Jeeps über unglaublich schmale Wege. Links und rechts fällt das Gelände steil ab. Gut, das Dank der Fahrer nichts passiert ist.

    Hier sind die beiden Buchten an der Oberseite aus der Vogelperspektive gut zu erkennen.


    Moorea im Überblick

    Im Tahitianischen bedeutet Moorea wörtlich übersetzt so viel wie „gelbe Echse“. Wie auch ihre große Schwester Tahiti zählt Moorea zu den „Inseln über dem Wind“. 

    Mit rund 133 Quadratkilometer ist Moorea die Heimat von 17.000 Einwohnern. Rund 3.300 wohnen im Hauptort Afareaitu an der Ostküste. Unter den Inseln Polynesiens ist Moorea für viele Besucher die schönste. Bekannt ist sie für ihre landschaftliche Vielfalt und für ihre Form. 

    Höchste Berg 1.108 Meter

    Durch die zwei imposanten Buchten – Cook Bay und Opunohu Bay – an der Nordküste erscheint Moorea wie ein Herz oder ein Schmetterling.  Auch der berühmte V-förmige Gebirgszug Mou`a Puta (durchbohrter Berg), der die beiden Buchten trennt, prägt die Insel.


    Ausflug – Bilder von Moorea mit Jeep Safari

    Stationen: 

    ca. 15 min Transfer zum Ausgangspunkt des Abenteuers;

     ca. 3h 45 Fahrt im 4×4 Jeep; 

    Ein Fotograf zeigt die besten Motive; 

    Tolle Fotos mit der eigenen Kamera; 

    Mooreas schönste Seite; 

    Rückfahrt zum Schiff; 


    Jok des Tages. 

    Ein Matrose, der im Lazarett einen Kameraden besuchte, erzählt an Bord: “Unser Hannes wird noch sehr lange brauchen, bis er wieder an Bord kommt.” “Hast Du mit dem Arzt gesprochen?” “Nein, aber ich habe die Krankenschwester gesehen!”




    –!—- Papeete/Tahiti  —-!–

    Do., 07.12. Nov, Tag 52 der Reise (Landgang

    Spruch des Tages: Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung – Antoine de Saint-Exupéry

    • Liegeplatz: Epi South Finger Pier 3
    • Liegezeit: 06.12.2017, 22:00 Uhr bis 08.12.2017, 04:30 Uhr
    • Alle an Bord: 08.12.2017, 04:00 Uhr
    • Nächste Etappe 20 sm (37 km) bis Moorea

    Wetter Papeete Hitzegewitter möglich

    Am frühen Nachmittag bei 32 Grad noch einen Spaziergang zur Markthalle in Papeete gemacht. Lebendiges Treiben in den Gängen. Allerdings spürt man, dass die Mittagspause noch nicht beendet ist.

    Markthalle Papeete

    Auf der Straßenebene ist das übliche Markthallenangebot wie Obst, Gemüse, Blumen, Fleisch- und Fischwaren, natürlich auch Kleidung und Stoffe vorhanden. In der ersten Etage sind Perlengeschäfte etabliert.

    Faarumai

    Zurück vom Ausflug, zurück von der Panoramafahrt entlang der Küste zum berühmten „Arahoho Blowhole“, mit seinem Wasserfall Faarumai.

    Tahiti Wasserfall Faarumai oberer Teil

    Durch den dichten Abstand zum Wasserfall und der dichten, grünen Hölle ringsherum, ist er kaum in seiner Gänze zu fotografieren. 

     Tahiti Wasserfall Faarumai unterer Teil

    Die gesamte Bucht konnte man von dem Aussichtspunkt „Pointe Venus“ gut überblicken. Eigentlich ist z.Zt. Regenzeit und gestern soll es hier pausenlos geregnet haben.  Aber wir haben Glück mit dem Wetter. 

    Pointe Venus

    Anschließend ging es zum „Sahara View Point“ einer schönen Badebucht, wo die Einheimischen schwimmen gehen. Bei rund 30° im Schatten sicherlich eine willkommene Abkühlung. 


    Nach dem Ausflug neue Erkenntnisse gewonnen! Die weiße Blüte der Tiaré Tahiti ist das Symbol der tahitianischen Inseln und ebenfalls ein Symbol der Liebe. Die Blüte wird sowohl von Männern als auch von Frauen als Kette, Kopfschmuck oder hinter dem Ohr getragen. 

    Blüte der Tiaré Tahiti 

    An welchem Ohr die Blüte getragen wird, hängt vom Beziehungsstatus der Person ab. Eine Blume am linken Ohr bedeutet, dass man vergeben ist. Die Blume am rechten Ohr vermittelt die Botschaft, dass man noch Single ist. 

    Blume am linken Ohr…

    Also Blume beschafft, und an das linke Ohr gesteckt, und das erste tahitianische Wort gelernt: NaNa, auf Wiedersehen. 

    Sonnenuntergang über dem Meer mit einer Zweilinsen-Camera. Vordergrund unscharf gestellt.

    Papeete im Überblick

    Papeete ist die Hauptstadt von Französisch-Polynesien. Rund 25.000 Einwohner leben in der Stadt auf Tahiti, der größten Insel der Gesellschaftsinseln. 

    Aufgrund des einzigen internationalen Flughafens des Landes und der fast täglich im Hafen ankernden Kreuzfahrtschiffe herrscht in Papeete lebendiges Treiben. 

    Markthalle

    Der wichtigste Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus, der zweitwichtigste noch immer der Handel mit Perlen, und der liegt in wenigen Händen.


    Obwohl es direkt vor der Insel keine Perlenfarmen gibt, hat sich Tahiti zum Zentrum des Handels mit den schwarzen sogenannten „Tahiti-Perlen“ entwickelt.

    Paofai Tempel

    Begrüßt werden Besucher in der lebendigen Hauptstadt Papeete mit Hei, einer Blumenkette aus Bougainvillea und Frangipani oder mit einer weißen Tiare, der stark duftenden Nationalblume. Auch Kopfkränze sind sehr beliebt.

    Kopfkränze

    Französisch-Polynesien ist die am weitesten entlegene Überseeprovinz der Europäischen Union. 

    Seit 2004 genießt die Provinz weitgehende Unabhängigkeit. Die anschaulichen Erzählungen der Seefahrer brannten sich seit jeher in die Seelenkarten zivilisationsmüder Europäer ein. Doch noch immer gehören die Südseeinseln zu den schönsten Flecken auf der Erde, allen voran: Tahiti, Moorea und Bora Bora.

    Präsidenten Palast

    Als Königin von Französisch-Polynesien ist Tahiti nicht nur wegen der legendären Schönheit der Tahitianerinnen, sondern auch wegen ihrer einzigartigen Natur- und Kulturschätze bekannt. 

    Tahitianerin

    Es erwarten uns gastfreundliche Menschen, Musik und buntes Markttreiben, ebenso wie tahitianische Kultur. Die Insel gilt als die Wiege der polynesischen Kultur, deren Spuren heute noch zu finden sind.

    Ausflug Papeete Ostküste Tahitis

    Stationen: 

    • ca. 40 min Panoramafahrt im Bus entlang der Küste zum berühmten „Arahoho Blow Hole“; 
    • ca. 15 min Aufenthalt; Weiterfahrt zum Pointe Venus; 
    • ca. 20 min Aufenthalt; anschließend zum Taharaa View Point;
    • nach ca. 15 min Aufenthalt zurück zum Schiff

      Jok des Tages: Ein Seemann kommt mit einem Schimpansen an der Hand nach Kiel und möchte in eine Bäckerei. Da der Affe nicht hineindarf, bittet er eine Kielerin, auf ihn aufzupassen. Da kommt eine ältere Frau vorbei und fragt die Dame, woher sie denn den Affen habe. „Von einem Seemann“, berichtet diese wahrheitsgemäß. Die Alte staunt: „Und das konnte man vorher auf dem Ultraschall nicht sehen?“

        Haitianischer Volkstanz 



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        Do.-Mi., 30.11.- 06.12, Tag 45-51 der Reise (Seetage

        Spruch des Tages: Wir können keine grossen Dinge vollbringen – nur kleine, aber die mit grosser Liebe – Mutter Teresa

        Nächste Etappe 1.187 sm (2.198 km) bis Papeete, Tahiti

         Kunst im Hause Cara 

        Mittwoch, 06.12.

        In Sachen Nikolaustag und geputzten Schuhen

        Erinnern wir uns noch, wie wir vor dem Nikolaustag abends unsere Schuhe blitzeblank putzten, damit der Nikolaus auf keinen Fall vergisst, ein paar Süßigkeiten hineinzustecken? 


        Doch woher kommt diese Tradition? Angefangen hat alles mit dem sogenannten „Wurf-Brauchtum“. Der Legende nach hat der Waisenknabe Nikolaus, bevor er zum Bischof wurde, drei arme Töchter vor einem Leben auf der Straße bewahrt, indem er ihnen Geschenke zuwarf. 


        Die Menschen haben es ihm gleich getan und den Kindern Geschenke zugeworfen. Weil jedoch häufig nur die größten Kinder die Geschenke fingen, brauchte man Behälter für die kleinen Kinder. So kamen die Schuhe ins Spiel.


        Dienstag, 05.12.

        In ihrer zweiten Show gestern Abend im Theater, gibt Kim Bärly einen Einblick in ihre ganz persönlichen Lieblingslieder. Auch lustige Anekdoten rund um diese Songs lockern Publikum und Stimmung auf.


        Stimmung so ausgelassen, dass das Publikum fast alle Lieder mitsang. Kein Wunder, vor ihrer Show fand im Theater ein allgemeines Rudelsingen statt, also Karaoke für alle sozusagen. Die Texte der Songs  wurden mittels Projektor auf die Leinwand geworfen. Die Fischerchöre wären blass geworden.

        Auch nachdenkliches kam zu Gehör…


        Thema Koordinatensystem

        Bei der Standortbestimmung auf See werden, wie auch an Land, die geographischen Koordinaten in Längen- und Breitengrad angegeben. Grundlage dafür ist das Gradnetz, ein Koordinatensystem, das die Erde in 360 Längengrade und 180 Breitengrade einteilt. 

        Weltkarte mit Linien für geographische Breiten und Längen in Robinson-Projektion

        Bestimmt werden die Breitengrade vom Äquator aus, die Längengrade vom Nullmeridian in Greenwich (London), indem nach Osten und Westen jeweils bis 180 Grad gezählt wird. Die Pole liegen bei 90 Grad Nord bzw. Süd. Aus diesem System leitete sich auch die Seemeile als gebräuchliche Maßeinheit für die Länge einer Strecke auf See ab. Ursprünglich als 1/60 Breitengrad festgelegt, entspricht sie heute jedoch genau 1.852 Metern


        Montag, 04.12.

        Im Nachgang zum Besuch der Pitcairn-Bewohner auf der AIDAcara, hier noch einige spannende und weiterführende Infos. Die Bounty-Insel Pitcairn ist eine der einsamsten Inseln im Südpazifik, und doch nahezu Jedem aus dem Buch oder dem gleichnamigen Film „Meuterei auf der Bounty“ bekannt. Es ist die einzige bewohnte Insel der „Pitcairn Islands Group“, zu der auch noch Henderson, Ducie und Oeno gehören.

        Minihafen

        Die eigentliche Entdeckung der Insel begann jedoch erst mit der Sichtung der Insel durch den britischen Seekadetten Robert Pitcairn am 2. Juli 1767. Er war an Bord der HM5 Swallow unter Kapitän Phillipp Carteret. Carteret ließ die Insel auf den Seekarten eintragen, jedoch die Position war mit einer Abweichung von 330 Kilometern falsch vermerkt, so dass in der Folge nur wenige Schiffe den Weg hierher fanden. 

        Frucht am Brotfruchtbaum 

        Genau das war der Grund, warum sich die Gruppe der Meuterer unter der Führung von Fletscher Christian die Insel als Versteck auswählten und die Bounty hier versenkten. Der genaue Grund für die Meuterei auf der Bounty am 28. April 1789 ist bis heute umstritten. Nach einer Irrfahrt mit der gekaperten Bounty kamen die 9 Meuterer zusammen mit 6 polynesischen Männern und 13 polynesischen Frauen am 15. Januar 1790 auf der Insel Pitcairn an.

        Bounty-Verbrennung einer Atrappe beim „Volksfest“ auf Pitcairn

        Aufgrund des fruchtbaren Bodens, der Kokospalmen und Brotfruchtbäume wählten sie die Insel als neue Heimat und versenkten das Schiff vor der Küste. Zehn Jahre nach ihrer Ankunft lebte von den insgesamt 9 Meuterern jedoch nur noch John Adams. Alle anderen hatten sich im Streit gegenseitig umgebracht. John Adams organisierte daraufhin die verbliebende Gemeinschaft als christliche Gemeinde. 

        Friedhof

        Am 17. September 1814 kamen zwei britische Fregatten nach Pitcairn. Da sie jedoch Adams Leistung für die Bildung einer christlich zivilisierten Gesellschaft anerkannten, wurde er begnadigt und zum geistigen Gründervater der Inselgemeinschaft ernannt. Adams starb am 5. März 1829 eines natürlichen Todes. 

        Adamsgrab

        Seit 1838 ist Pitcairn britische Kronkolonie. Die Bewohner hatten zuvor um den Schutz der britischen Krone vor Übergriffen durch vorbeifahrende Walfänger gebeten. Im Lauf der Jahre ging die  Bevölkerungszahl ständig zurück, heute zählt die Insel noch rd. 50 Einwohner, die in und um Adamstown wohnen und von Christian, Warren, oder Brown abstammen. Familiennamen der ehemaligen Meuterer.

        Versorgungsschiff 4x im Jahr

        Heute versorgen sich die knapp 50 Bewohner selbst mit Grundnahrungsmitteln. Alles übrige wird mit dem Versorgungsschiff aus Auckland geliefert, darunter auch die Post. Die Stromversorgung erfolgt über drei Dieselgeneratoren, die insgesamt ca. 15 Stunden am Tag laufen und das Frischwasser kommt aus Regentanks. Alle Häuser verfügen über einen Internet-Empfang. 

        Adamstown, Häuser im Grün

        Thema Weihnachtsmarkt auf dem Pooldeck ab 21 Uhr

        Vermutlich der erste Weihnachtsmarkt, über den man leicht bekleidet mit einem Glühwein schlendern kann. Zusammen mit den Solisten der AIDA Stars werden Adventslieder gesungen und die Vorweihnachtszeit am heutigen 1. Advent ab 21:00 Uhr auf Pooldeck und Weihnachtsmarkt gefeiert.

        Adventslieder mit den Aida-Stars

        Verschiedene Stände, zum Beispiel die Scharfe Ecke mit Currywurst und die Glühwein-Klause fehlen ebenso wenig, wie das Trio der Liveband „The Band Mates“ zur Vollmond Lounge.

        So sieht es wohl eher in Deutschland aus…


        Sonntag, 03.12. (1. Advent)

        Schöne Überraschung im Bereich der Rezeption ein Adventskalender der besonderen Art.

        Ganz links hängt ein weißer Zettel mit dem stormschen Weihnachtsgedicht:

        Es treibt der Wind im Winterwalde, die Flockenherde wie ein Hirt, und manche Tanne ahnt, wie balde sie fromm und lichterheilig wird, und lauscht hinaus. Den weißen Wegen streckt sie die Zweige hin, bereit – und wehrt dem Wind und wächst entgegen, der einen Nacht der Herrlichkeit.

        Thema Pitcairn

        Kann man sich vorstellen, auf einer völlig isolierten Insel mitten im Pazifischen Ozean zu leben? Eine Insel, die nur 4,5 Quadratkilometer groß ist und etwa 5.000 Kilometer von Neuseeland und circa 5.700 Kilometer von Südamerika entfernt liegt?

        Lila Dreieck franz. Polynesien

        Eine Insel mit weniger als 50 Einwohnern, einem Allgemeinmediziner, einem Lehrer aus Neuseeland, der für zwei Jahre verpflichtet wird? Eine Insel, deren Regierung Land an Menschen verschenkt, die ihren Lebensmittelpunkt nach Pitcairn verlegen möchten? 

        Bounty Bay, „Hill of Difficulties“ und Adamstown im Morgenlicht

        Das ist alles sehr spannend und wir werden heute mehr erfahren, denn die Einwohner Pitcairns werden uns am Vormittag an Bord von AIDAcara besuchen, von Ihrer Heimat erzählen und lokale Produkte und Souvenirs auf einem Basar anbieten.

        2/3 aller Bewohner unterwegs zu uns…

        Dies sind Holz- und Schmuckarbeiten bis hin zum reinsten Honig der Welt, u.v.a.m., von den Insulanern gefällig dargeboten. Alle sprechen ein gepflegtes „Great Britain“-Englisch.

        Schmuckarbeiten

        Pitcairn liegt isoliert im Südpazifik. Die nächstgelegenen bewohnten Inseln sind im Osten die Osterinsel in 2000 km Entfernung und im Westen die Gambierinseln in 500 km Entfernung.

        Pitcairn Islands

        Pitcairn wurde am 2. Juli 1767 von dem Seekadetten Robert Pitcairn, Sohn des Marineoffiziers John Pitcairn, entdeckt und ist seit 1838 britische Kronkolonie bzw. britisches Überseegebiet. Die Pitcairninseln sind die letzte britische Kolonie im Pazifik. 

        Obst und Gemüse in Fülle

        Die 46 Einwohner der Hauptinsel sind großteils Nachfahren der Meuterer von der Bounty und ihrer polynesischen Frauen. Hier wurde 1838 das erste nachhaltige Frauenwahlrecht eingeführt. Die Hauptbeschäftigung ist die Landwirtschaft. In den Gärten gedeihen Obst und Gemüse in Fülle, vor allem Melonen und Bananen, Kartoffeln und Jamswurzeln. Die Pitcairner sind auch geschickte Fischer und bauen ihre Boote selber. 

        Älteste Bewohner der Insel mit 105 Jahren…

        Die Kinder besuchen die Inselschule bis zum Alter von 12 oder 13 Jahren, danach werden sie in der Regel zur Ausbildung nach Neuseeland geschickt. Die wenigsten von ihnen kehren als Erwachsene nach Pitcairn zurück. 

        Insel-Schule, z.Zt. 4 Kinder


        Samstag, 02.12.

        Das große Weltreise Quiz für Geografie-Experten, die sich mit den Ländern dieser Welt auskennen. 


        Das richtige Quiz, um Wissen rund um die Ziele der zweiten Weltreise-Etappe zu testen. Heute im Theater. 


        Freitag, 01.12.

        Heute bleibt das Theater zu. 

        Temperamentvolle Rhythm-Show! Heute treten auf dem Pooldeck die AIDA Stars zusammen mit einem Perkussionisten auf. Auf dem folgenden Foto habe ich schon einmal sein „Handwerkszeug“ abgelichtet.

        Und all das passiert nicht nur auf der Bühne, sondern mitten unter den anwesenden Gästen. Das bereits erwähnte Volleyballfeld wird als Tanzfläche herhalten und ist entsprechend geschmückt.

        Eine temperamentvolle Rhythm-Show, das ist gemeinsam Musikhören unter dem pazifischen Himmel mit lateinamerikanischen Samba-. Bossanova- und Reggae-Klängen. Und wer mag, kann dazu tanzen! 

        Bilder von Wandbehängen der AIDAcara


        Donnerstag, 30.11.

        Nächste Etappe 1.127 sm (2.087 km) bis Pitcairn,Wetter heiter 19°C. 

        Heute bleibt das Theater zu. 

        Stattdessen findet eine Soul- und Swing-Party auf dem Pooldeck statt. „The Terri Green Project“ steht für die einzigartige, seidige und kraftvolle Soulstimme von Terri Green sowie für ein groovendes, swingendes Orchester. Die Musik ist ein Mix aus altem Motown und aktueller Popmusik. 


        Terri Greens „Luxus Soul“ zeigt Einflüsse großer Soulmaster wie Barry White, Dionne Warwick oder Lisa Stansfield. Zusammen mit Toddi Reed am Saxophon und Piano macht Terri Green eine Reise zum gehobenen Soul-Sound der 70er Jahre. Im Gepäck: Groove, Emotionen, lässige Hooks, coole Sounds und das gewisse Etwas.

        Klap your hands…


        Tiefsee

        In 800 Metern Tiefe beginnt sie – die geheimnisvolle Tiefsee, in der ebenso unerforschte Wesen zu Hause sind. Noch vor 150 Jahren glaubten Wissenschaftler, dass in diesen Tiefen kein Leben möglich sei. Dies war ein großer Irrtum!

        Seegurke

        Bei einer Reparatur des ersten Transatlantik-Tiefseekabels im Jahr 1858 wurden jedoch verschiedene Tierarten entdeckt, die diesen Lebensraum besiedelten. Seitdem wird versucht, mit Expeditionen und modernster Technik Licht in die dunkle Unterwasserwelt zu bringen. 

        Langnasenchimäre 

        Der tiefste Punkt der Meere ist der Marianengraben im Westpazifik mit rund 11.000 Meter Tiefe. Mithilfe von Tauchrobotern hat man herausgefunden, dass dort trotz der widrigen Lebensbedingungen wie Sauerstoffarmut, Kälte und des großen Wasserdrucks erstaunlich viele Mikroorganismen leben. 

        Laternenfisch

        Aber auch viele Fische haben sich den außergewöhnlichen Bedingungen gut angepasst. So kann beispielweise der Kragenhai mit bis zu 1.200 Meter Tiefe zurechtkommen, der Scheibenbauch sogar mit knapp 8.000 Metern. Bis zu dieser Grenze finden sich auch zahlreiche Wurm- und Krabbenarten. 

        Scheibenbauch

        Für alle Tiere gilt, dass sie wesentlich größer sind als vergleichbare Arten in wärmeren Gefilden. Mit dem Gewicht ganzer Schwertransporter lastet das Wasser auf den Wesen der Tiefsee – manche Tiere kommen trotzdem zurecht: Biologen haben Fische aus sieben Kilometer Tiefe gezogen. Die Organe zeigen, dass sogar bis zu 8200 Meter möglich sind.

        Schwarze Drachenfisch

        Ein Mensch, der am Boden der Tiefsee in mehr als 2000 Metern Tiefe tauchen würde, bekäme trotz Sauerstoffflasche keine Luft – alle Gase würden aus seinem Körper gequetscht. Noch nie ist ein Mensch ohne schützendes Boot tiefer getaucht als 318,25 Meter.


        Warum fährt mein Kreuzfahrtschiff nicht unter der Flagge meines Heimatlandes?

        Unter Ausflaggung ist in der Schifffahrt der Wechsel der Nationalflagge zu verstehen, ohne dass sich die Eigentumsverhältnisse am Schiff ändern.  

        Beliebtes Ausflaggungsland Italien

        Der Wechsel in offene Schiffsregister wird aus verschiedenen Gründen durchgeführt. Ein wichtiges Feld ist die Kosteneinsparung. 

        • Gespart wird vor allem an den Heuern, Steuern und Abgaben. 
        • Geringere Heuern ergeben sich durch die zum größten Teil geringere Besteuerung in den Billigflaggenstaaten, die geringere Lohnkosten bei den Reedereien erzeugen, aber auch durch meist geringere Sozialleistungen für die Besatzungsmitglieder (festgelegt durch das jeweilige  Lohntarifsystem).
        • Die Erträge des registrierten Schiffes werden in Billigflaggenstaaten geringer oder gar nicht besteuert und es fallen häufig auch geringere Abgaben an. Die Besetzungsstandards eines Teils der Billigflaggenstaaten sind oft einfacher, und damit kostengünstiger einzuhalten. 
        • Die Besetzungsordnungen der meisten Erstregisterstaaten (in Deutschland beispielsweise die Schiffsbesetzungsordnung), die einen Standard für Zahl und Qualifikation der Besatzungsmitglieder festlegen, sind relativ streng. 
        • Zudem hat ein Reeder unter Billigflaggen weniger oder keine Einschränkungen bezüglich der Nationalität der Besatzung.
        • Sicherheitsanforderungen und behördliche Überwachung vieler Billigflaggenstaaten sind geringer als in Erstregisterstaaten.
        • Der Eigner hat in vielen Billigflaggenstaaten die Möglichkeit, anonym zu bleiben.

        Beliebtes Ausflaggungsland Malta

        Argumente gegen Ausflaggung

        • Seit dem Existieren von Billigflaggen wurde vor allem auf drei Themengebieten Kritik geübt:
        • Schlechte Arbeitsbedingungen und geringe Heuern
        • Verzerrung des Wettbewerbs
        • Mängel an Sicherheits- und Umweltstandard

        Beliebtes Ausflaggungsland Bahamas

          Jok des Tages: „Wie macht man eigentlich Netze?“fragt der Tourist den alten Seemann. „Das ist ganz einfach, brummt der, „man nimmt viele Löcher und knotet sie zusammen.“


          —-!—- Osterinsel —-!—-

          Mi., 29. Nov, Tag 44 der Reise (Landgang

          Spruch des Tages: Ein Optimist ist ein Mensch, der alles halb so schlimm oder doppelt so gut findet – Heinz Rühmann

          • AIDAcara liegt auf Reede
          • Liegezeit von 08 bis 18 Uhr
          • Alle an Bord 17:30 Uhr
          • letzter Tender 17:15 Uhr

          Die Entdeckung

          Als der Kapitän Jakob Roggeveen an Ostern 1722 die Insel entdeckte, nannte er sie nach dem Tag ihrer Entdeckung: Osterinsel. In einem Radius von 3.600 Kilometern liegt kein bewohnbares Land in ihrer Nähe.

          Unfertiger El Gigante

          Die größte Steinfigur der Osterinsel trägt den Namen „El Gigante“. Sie ist circa 21,6 Meter lang und wird auf 270 Tonnen geschätzt.

          Moai – monumentale Steinskulpture

          Als einzigartiges Freilichtmuseum mit ihren berühmten Steinfiguren erscheint die Osterinsel mitten im Pazifik. Auf einer Fläche von 160 Quadratkilometern finden sich auch heute noch überall die Spuren der längst untergegangenen Hochkultur der Rapa Nui. Die Moai sind dabei die beeindruckendsten Zeitzeugen der bewegten Vergangenheit. 

          Moais

          Die spannensten Geschichten hinter den vielen Sehenswürdigkeiten und die polynesische Gastfreundschaft auf der einsamsten, bewohnten Insel der Welt, erlebt man beim Bummel durch den Ort Hanga Roa, durch die Hauptstraße Atamu Tekena und durch die Markthalle.

          Über 800 Moais sind auf der Insel zu finden! 

          Trotz umfangreicher Forschungen ist der eigentliche Zweck der Statuen und die genaue Zeit ihrer Errichtung immer noch umstritten. Man geht heute davon aus, dass die Moai berühmte Häuptlinge (ariki) oder allseits verehrte Ahnen darstellen, die als Bindeglied zwischen diesseitiger und jenseitiger Welt verstanden werden können.

          Moais

          Auf Hawaii gibt es das ähnlich klingende Wort mōʻī, das auf besonders hochstehende Personen an der Spitze der sozialen und religiösen Pyramide der hawaiischen Gesellschaft angewendet wird. Die Büsten stellen konkrete Personen aus den Häuptlingsgenealogien dar, die einstmals namentlich benannt werden konnten. 


          Aus Berichten früher Besucher der Osterinsel und der Tatsache, dass in einigen Ahu Grabkammern gefunden wurden, ist auf einen mit den Anlagen verbundenen Totenkult zu schließen. In der klassischen Zeit der Osterinsel-Kultur wurde der Verstorbene in Matten aus Tapa oder Totora-Schilf gewickelt und dem Zerfall ausgesetzmt. 

          Osterinsel im Überblick

          Mitten im Südostpazifik, knapp 4.000 Kilometer von der chilenischen Küste und rund 4.250 von Tahiti entfernt, liegt die Osterinsel (Rapa Nui). 

          Moai – monumentale Steinskulpturen

          Im Hauptort Hanga Roa, an der südlichen Westküste der 160 Quadratkilometer großen Insel, leben knapp 6.000 Menschen. Die Hälfte der Einwohner stammt aus Chile und die andere Hälfte entstammt den Ureinwohnern der Insel, den Rapa Nui. 

          Großes Ensemble 15 Moai im Gegenlicht

          Berühmt ist die Insel wegen der Moai – den monumentalen Steinskulpturen, von denen heute noch mehr als 800 auf der Insel existieren. Obwohl die Osterinsel politisch zu Chile gehört, zählt sie geographisch und kulturell zu Polynesien. Bereits 1935 wurde ungefähr die Hälfte der Fläche zum „Nationalpark Rapa Nui“ erklärt. Dieser ist seit 1995 Teil des UNESCO-Welterbes.

          Am Mittwoch, den 29. November um 8:10 Uhr kurz vor Ankunft…

          Jok des Tages: Peter erhält eine Stelle als Steward auf einem Luxusdampfer. „Das schlimmste an einer Schiffsreise ist die Seekrankheit“, meint ein guter Freund. „Nimm dir bloss genügend Pillen mit. Und denk daran, auf so einer langen Reise lernt man eine Menge Frauen kennen. Deck dich auf alle Fälle auch dafür entsprechend ein.“ Peter geht also am nächsten Tag in die Apotheke, kauft eine Unmenge Tabletten gegen Erbrechen und Uebelkeit und zehn Dutzend Präservative. Daraufhin der Apotheker:“ Ich will mich ja nicht in ihre Angelegenheiten einmischen, mein Herr, aber wenn ihnen dabei immer schlecht wird, dann sollten sie mal den Arzt aufsuchen.“

          Mittwoch, 29.11. morgens 6 Uhr, mein erstes Bild von der Osterinsel



          —-!—- —-!—- —-!—- —-!——

          Sa.-Di., 25.-28. Nov, Tag 40-43 der Reise (Seetage

          Spruch des Tages: Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen – Johann Wolfgang von Goethe

          Nächste Etappe 1.638 sm (3.033 km) bis zur Osterinsel, Wetter dort 22 Grad, sonnig, teilweise bewölkt

          Dienstag, 28.11. 

          Uhr rechtzeitig umgestellt. Viertel nach Sieben das Freideck besucht. Dort gibt es bereits ab 6 Uhr Kaffee. Die folgende Morgenstimmung eingeatmet:

          Montag. 27.11. 

          Durchsage vom Kapitän: Heute Nacht wird die Uhr um eine Stunde zurückgestellt, u.z. von 3>2. Dies wiederholt sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Danach unterscheiden uns 6h von Deutschland.

          Sport am Abend von 19:00 bis 20:00 Uhr ein Volleyball-Turnier mit Gastgeber Johannes auf dem Pooldeck. 3 Teams  wechseln sich ab, so dass eine Gruppe zwischendurch Pause hat.

          Achtung, nicht der weiße große, sondern der gelbe kleine ist der Volleyball! 

          Im Theater Travestieshow

          Kim Bärly, Travestie – das Spiel mit den Geschlechtern! Seit über 20 Jahren spielt Kim Bärly dieses Spiel und packt in ihre Shows bissige Texte und einen musikalischen Mix, der von Schlager über Chansons bis hin zu Musicals reicht. 

          Heute erklärt Kim Bärly ihren Weg durch das Leben bis hin zur Bühne als Travestiekünstler. Außerdem gibt es musikalische Fundstücke. 

          So., 26.11. im Theater Phil Collins Show


          In „The Air Tonight“ hat Phil Collins sowohl als Solokünstler als auch innerhalb seiner Band Genesis unvergesslichen Songs seine Stimme geliehen, die mitreißen und unter die Haut gehen. Die Solisten und Tänzer von AIDAcara präsentieren Chartstürmer.

          Songs wie „Invisible Touch“, „Land of Confusion“, „Sussudio“ und „I Can‘t Dance“ und immer musikalisch. 

          Samstag, 25.11. im Theater Mr. Sher

          Ich habe lange nichts aus dem Abendprogramm des Theaters berichtet und mir daher abends „Harry Sher – The Mentalist“ angesehen. Zunächst wollte ich mir aber sicher sein, ob ich den Begriff „Mentalist“ richtig erinnere.

          Zur Einstimmung Film mit Gruselelementen

          Gemäß Wikipedia „betreiben Mentalisten eine Form der Unterhaltungskunst, die sich hauptsächlich auf einen der fünf wesentlichen Aspekte der Zauberkunst stützen: das Nachempfinden paranormaler Phänome. Dabei wird eine Fähigkeit zur Vorhersage oder Telepathie dargestellt, die z.T.  auf Gedächtniskunst, Suggestionstechniken, Zahlentricks, Schnellrechnen und Ähnlichem, aber auch auf Standard-Techniken der Zauberkunst beruht.“

          Da es sich bei den späteren „Medien“ um Mitreisende handelt, muss ich Persönlichkeitsrechte beachten und kann sie hier nicht zeigen.

          Ja, so in etwa hatte ich darüber gehört und als Kind sogar einmal miterlebt, lang lang ist’s her. Harry Sher soll zur oberen Liga der Mentalisten in Europa gehören. Für seine spektakulären wie aufwendigen „Mentalexperimente“ erhielt er nationale Ehrungen und Auszeichnungen. Unter anderem machte er sich einen Namen im internationalen Geschäft in China, als er vor einem Millionenpublikum seine Fähigkeiten im dortigen TV-Format von „Wetten, dass …“ unter Beweis stellte und „Wettkönig“ des Abends wurde.

          Der Meister im Rampenlicht

          Besondere Aufmerksamkeit erhielt seine „LKW-Blindfahrt“. Als einer der ersten europäischen Künstler steuerte er mit verbundenen Augen einen 20-Tonner über eine Strecke von 15 km Länge, quer durch die City von Frankfurt am Main. 

          Und auch gestern Abend hat er viele Zuschauer in seinen Bann gezogen. Richtige Zahlen- u. Würfel-Kombinationen, Vornamen u.v.a.m. richtig „gesehen“. Gedanken und Vorhersagen richtig assoziiert. Mal abwarten, was er im Dezember bei einem weiteren Auftritt vorführen wird, ich bleibe am Ball…

          Übrigens, auch in der AIDAcara gibt es schöne Wandmalerei:

          Die Meeresleuchttierchen

          Funkelnde Lichter in silber oder grünblau – bereits seit Jahrhunderten berichten Seefahrer von den wundersamen Lichterscheinungen auf der Meeresoberfläche, die überall auf der Welt immer wieder einmal überraschend auftreten.

          Bugwellemeeresleuchten

          Wissenschaftler hatten bis vor wenigen Jahren noch keine Erklärung dafür. Als Jules Verne 1954 seinen berühmten Roman „Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer“ herausbrachte, dachte er, Leuchtwürmchen würden das geheimnisvolle Meeresleuchten verursachen. So falsch lag er mit dieser Annahme gar nicht.

          Noctiluca scintillans

          Tatsächlich aber sind es Einzeller (meist Noctiluca scintillans, die Meeresleuchttierchen), die zu den Algen gehören und zur Biolumineszenz fähig sind. Bei bestimmten Wetter- und Nährstoffverhältnissen kommt es zu Ansammlungen dieser Mikroorganismen, die nur scheinbar die Wasseroberfläche zum Leuchten bringen, weil sie selbst leuchten. 

          Milky sea vor der somalischen Küste am Horn von Afrika

          Beobachten lässt sich das faszinierende Naturschauspiel bei Dunkelheit an Stränden oder vom Schiff aus. Denn Auslöser der chemischen Prozesse sind mechanische Reizungen – durch natürliche Wellen oder auch durch die Bewegungen des Schiffrumpfes.

          Bugwellemeeresleuchten

          Jok des Tages: Zwei Schiffbrüchige treiben auf einem Floss. Einer schreit ohne Pause um Hilfe. Wendet sich der andere an ihn und sagt: „Mach doch nicht so einen Lärm, hast du vergessen, dass wir auf dem Stillen Ozean sind?“



          —-!—- Rob. Crusoe —-!—-

          Fr., 24. Nov, Tag 39 der Reise (Landgang

          Spruch des Tages: Erfahrungen sind Maßarbeit. Sie passen nur dem, der sie macht – Carlo Levi

          • AIDAcara liegt auf Reede
          • Liegezeit um 08 – 19 Uhr
          • Alle an Bord 18:30 Uhr


          Auf zu einer Bergwanderung auf der Robinson Crusoe Insel. Im Tenderbetrieb gegen 11:00 Uhr nach „San Juan Bautista“, dem einzigen Ort hier auf der Insel, übergesetzt. 

          Frühling auf der Insel

          Auf der Insel mit nicht mehr als 800 Einwohnern, haben wir ihre kleine Kirche besucht. Nach der Besichtigung einiger Felshöhlen, haben wir uns auf den Weg nach oben ins Gebirge gemacht. 

           Kirche von San Juan Bautista 

          Bereits unterwegs fiel uns ein Tsunami Fluchtwegschild auf, der die Bewohner von „San Juan Bautista“ geradeaus und direkt auf einem befestigten Weg den Berg hinaufführt. Und damit haben wir eine weitere Welle im Blick, die bisher noch nicht im Blog behandelt wurde, und auch in einer ganz anderen Liga spielt: die Tsunami-Welle.

          Tsunami Fluchtwegschild

          Am Samstag, den 27. Februar 2010 ereignet sich ein schweres Erdbeben in Chile. Die Robinson Crusoe Insel bildet mit einigen kleineren Inseln den Juan-Fernández-Archipel, der zu Chile gehört. Sie ist 96,4 km² gross, sehr gebirgig, die höchste Erhebung liegt 916 Meter über dem Meeresspiegel.

          Berge bis 916 m hoch 

          Die Auswirkungen des Erdbebens hatte sich auf der 674 Kilometer westlich der chilenischen Küste liegenden Insel kaum bemerkbar gemacht. Es war noch früh am Morgen, 3.43 Uhr, und die meisten der damaligen 629 Bewohner der Insel schliefen noch. Am Vormittag erfuhren die Bewohner der Insel von dem schweren Erdbeben an der Festlandküste und warteten auf die Tsunami-Warnung, die aber blieb.aus. Das zuständige Festlandamt hatte drei Stunden nach dem Erdbeben eine Flutwelle ausgeschlossen.

          Tsunamiwelle 

          Die Inselbewohner selber beobachteten daraufhin das Meer, um so, ohne andere Hilfsmittel, eine drohende Gefahr zu erkennen. Als die Wellen höher wurden, liess der Bürgermeister die Warnsirenen anschalten. Die Bewohner flüchteten sofort in höher gelegene Gebiete. Eine Riesenwelle von ca. 6 Metern Höhe traf die Insel. Der Ort „San Juan Bautista“ mit Kirche, Friedhof, der einzigen Schule, einem Sportplatz, Pensionen und auch mit dem Bürgermeisteramt wurden dem Erdboden gleich gemacht. 

          „Alles, was sich in Küstennähe befand, verschwand einfach“, sagte Carlos Palma, der Augenzeuge dieses Augenblicks der Verwüstung. Es starben fünf Menschen und vierzehn weitere werden seit dem vermisst.

          AIDAcara oben vom Berg aus fotografiert

          Übrigens, unsere kleine Bergwandergruppe ist wieder wohlbehalten gegen 14 Uhr via Tenderboot auf der AIDAcara angekommen, und dies, obwohl das Gelände durchaus seine Tücken hatte.

          via Tenderboot auf die AIDAcara 


          Robinson Crusoe Insel im Überblick

          Circa 700 Kilometer westlich der Hafenstadt Valparaiso, im südlichen Pazifik, liegen die ebenfalls zu Chile gehörenden Juan-Fernández-Inseln. Eine der beiden Hauptinseln ist „Isla Robinson Crusoe“. Von allen drei Inseln des Archipels ist sie dem Festland am nächsten. 

          160 Kilometer weiter westlich liegt die zweite Hauptinsel namens „Alejandro Selkirk“ und nur wenige Kilometer südwestlich der Robinson Crusoe Insel befindet sich „Santa Clara“, die kleinste Insel. 

          Bucht Robinson Crusoe Insel mit dem einzigen Ort „San Juan Bautista“

          Robinson Crusoe ist die berühmteste, denn hier lebte der englische Seemann Alexander Selkirk mehr als vier Jahr lang als einziger Mensch auf der Insel. 

          Seine Geschichte bildete die Vorlage für Daniel Defoes gleichnamigen, weltbekannten Roman. Robinson Crusoe ist auch die einzige bewohnte Insel der Gruppe. 

          Im einzigen Ort der Insel San Juan Bautista leben etwa 800 Einwohner. Es gibt nur wenige unbefestigte Straßen und lediglich einige Autos. 

          Alles in allem eine sagenumwobene Insel mitten im Pazifik. Sie beeindruckt mit ihrer spektakulären Naturkulisse weitab von jeder größeren Zivilisation. Üppig grüne Berghänge, schroffe Felsküsten und das kristallklare Wasser prägen die Heimat zahlreicher endemischer Pflanzen- und Tierarten. Sie entführen Besucher in eine ganz eigene Welt. 

          Jok des Tages: Das „Traumschiff“ gerät in einen Sturm. Im Restaurant stößt Frau Kowalski ihren Ehemann an:“Egon – schau dir mal das Gesicht der dicken Frau da drüben an – so zartgrün stelle ich mir mein neues Cocktailkleid vor, das ich mir wünsche.“



          —-!—- —-!—- —-!—- —-!——

          Do., 23. Nov, Tag 38 der Reise (Seetag

          Spruch des Tages: Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen – Aristoteles

          Nächste Etappe 361 sm (668 km) bis Robinson Crusoe

          Position Donnerstag, den 23.11. um 6 Uhr

          Die Frage nach besonderen Wellen ist heute besonders relevant. Entgegen dem Wetterbericht haben wir draußen  Windstärken zwischen sechs und acht, und die AIDAcara schaukelt nicht schlecht. Von einem „Stillen Ozean“ ist hier nichts zu spüren. 

          Gibt es sie, oder gibt es sie nicht? Die Monsterwellen! 

          Tatsächlich wurde sie bisher nicht oft fotografiert, denn wer sie sieht hat andere Sorgen, als nach seinem Fotoapparat zu suchen. Im Rahmen der Geschwindigkeit von Schiffen, sprachen wir hier im Blog bereits über besondere Formen von Meereswellen.

          Wetterbericht vom 23.+24.11. um 6.30 Uhr für Robinson Crusoe Insel

          Bis 1995 galten Monsterwellen, über die schon seit Jahrhunderten von Seeleuten berichtet wurde, als reine Erfindungen („Seemannsgarn“). Verluste von Schiffen wurden schlechter Wartung oder mangelnden seemännischen Fähigkeiten zugeschrieben. Erst seit 1995 sind sie anerkannt und werden intensiv erforscht.

          Drei Arten von Monsterwellen sind bisher bekannt:

          • der Kaventsmann (engl. rogue wave), eine große, relativ schnelle Welle, die nicht der Richtung des normalen Seegangs folgt;
          • die Drei Schwestern (engl. Three Sisters), drei schnell aufeinander folgende große Wellen, in deren schmalen Tälern Schiffe nicht den nötigen Auftrieb entwickeln können und dann von der zweiten oder spätestens dritten Woge überrollt werden. 
          • die Weiße Wand (engl. white walls), eine sehr steile Welle, von deren Kamm die Gischt herabsprüht, gefolgt von einem tiefen Wellental.

          Die Höhe und die Geschwindigkeit solcher Wellen erzeugen enorme Anprallkräfte. Kleinere Schiffe können „verschluckt“ oder „zerschlagen“ werden. Größere Schiffe können durch die enormen Kräfte, infolge der Schäden an den Aufbauten oder durch zerborstene Fenster manövrierunfähig werden. Die weiter unten dokumentierten Ereignisse durch Monsterwellen führten dann endlich dazu, dass deren Existenz nicht mehr in Frage gestellt, sondern erforscht wurden.


          Bis vor kurzem galt es als sinnvollste Gegenmaßnahme, die Welle mit voller Maschinenkraft möglichst frontal anzugehen, da dieser Bereich des Schiffes für die höchsten Belastungen ausgelegt ist und die Welle zerschneidet. 

          Neueste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass dies nicht das Optimum darstellt, sondern die Welle − sofern sie früh genug erkannt wird und ein Manöver überhaupt noch möglich ist − analog zur Technik des Überfahrens einer Düne mit einem Jeep, leicht schräg anzuschneiden sei. Nachfolgend nur einige, wenige Berichte und Katastrophen.


          Im Südatlantik vor Argentinien wurde dem Kreuzfahrtschiff Bremen am 22. Februar 2001 durch eine 35 Meter hohe Welle die Brücke zerstört; sie entging nur knapp dem Untergang. Der erste Offizier beschrieb die Welle als „… Berg, wie eine Mauer aus Wasser.“ Die Bremen trieb daraufhin zwei Stunden lang manövrierunfähig auf offener See.

          Im Februar 1926 wurde die Olympic im Nordatlantik von einer Welle getroffen, die zahlreiche Schäden, unter anderem vier zerstörte Brückenfenster (normalerweise ca. 24 Meter über dem Meeresspiegel), verursachte.

          Im Februar 1933 sichtete ein wachhabender Offizier des US-Navy-Tankers Ramapo auf dem Weg von Manila nach San Diego in stürmischer See eine 34 Meter hohe, einzelne Welle.

          1934 wurde die Majestic, damals das größte Schiff der Welt, im Nordatlantik von einer großen Welle getroffen, von der unter anderem der Kapitän auf der Brücke (normalerweise circa 30 Meter über dem Meeresspiegel) schwer verletzt wurde.

          Eine ungewöhnlich hohe Welle traf am 18. September 1973 im Nordatlantik die von New York nach Palma fahrende Raffaello, das zu jener Zeit mit 45.933 BRT größte italienische Fahrgastschiff. Die Welle zerschlug unter anderem einige Fenster des Speisesaals (normalerweise etwa 20 m über dem Meeresspiegel) und richtete dort erhebliche Sachschäden an. 

          Große Aufmerksamkeit erregte um Weihnachten 1978 der Fall des deutschen LASH-Frachtschiffs München, das mit 28 Mann Besatzung im Atlantik nördlich der Azoren spurlos verschwand. Aufgrund von Deformationen an einem in 20 m Höhe angebrachten und später geborgenen Rettungsboot konnte man Rückschlüsse auf ein durch Wellen verursachtes Unglück schließen. 

          Eine Monsterwelle versenkte vermutlich am 15. Februar 1982 auch die Bohrinsel Ocean Ranger. Sie zerschmetterte ein Fenster und verursachte einen folgenschweren Wassereinbruch. Dadurch entstand ein Kurzschluss im Kontrollraum für die Pumpen, die die Plattform stabilisierten. In der Folge kenterte und sank die als unsinkbar geltende Bohrinsel. Die gesamte 84-köpfige Mannschaft kam in der tosenden See ums Leben.



          —-!—- San Antonio —-!—-

          Mi., 22. Nov, Tag 37 der Reise (Landgang

          Spruch des Tages: Es genügt nicht, an den Fluss zu gehen mit dem Wunsch, Fische zu fangen. Man muss auch ein Netz mitbringen. Koreanisches Sprichwort

          • Liegepl. Puerto Central, Berth 4-5
          • Liegezeit bis 22.11. um 22 Uhr
          • Alle an Bord 20:00 Uhr

          Wetterbericht für 22.11., San Antonio 

          Mit den neu zugestiegen Gästen wird seit Start der Weltreise eine weitere Seenotrettungsübung erforderlich, u.z. heute Abend um 20:45 Uhr. Sie ist ein international vorgeschriebenes Manöver: Alle Gäste und alle Crew-Mitglieder sind zur Teilnahme verpflichtet. 

          Seenotrettungsübung

          Pünktlich mit Bordkarte und mit angelegter Rettungsweste muss ich zu der mir zugeteilten Sammelstation auf Deck 6 Musterstation C (auch auf Bordkarte, Rettungsweste und Innenseite der Kabinentür ersichtlich) erscheinen.

          Rettungsring

          Tag 2 in Valparaiso 

          Der zweite Tag in Valparaiso steht für mich zur freien Verfügung. Der größte Hafen Chiles begeistert mit einer faszinierenden Kulisse aus mächtigen Hafenanlagen und Containern, sowie dem lebendigen Treiben auf dem Fischmarkt und seinen tierischen Beobachtern, den Seelöwen und Pelikanen. 

          Containerhafen von der AIDAcara aus 

          Bummeln wir auf der beliebten Hafenpromenade in San Antonio, vorbei an den zahlreichen Ständen mit Souvenirs und Kunsthandwerk. Überall im Hafen kann man frischen Fisch erwerben oder einfach die Sonne und das milde Klima an einem der schönen Sandstrände genießen.

          Promenade mit AIDAcara im Hintergrund 

          Danach steht mir der Sinn heute aber nicht. Ich möchte einfach nur bummeln, habe allerdings auch noch eine Aufgabe zu erledigen. Die Promenade entlang der Hafenbucht ist gut zu begehen. Gerade landen Fischer in einem abgeteilten Bereich ihren Fisch an, der unter anderem an den folgenden Fischständen verkauft wird.

          Kaufhaus an der Promenade 

          Gegen Ende der Promenade ist ein großes Kaufhaus. hier möchte ich versuchen einen speziellen Adapter für mein derzeitiges Smartphone zu bekommen.  Er soll in der Lage sein, Daten aus meinem Galaxy Note 8 auf einen USB-Stick zu übertragen. Zunächst einmal gehe ich aber an den Strand, um die dort liegenden Seelöwen aus unmittelbarer Nähe bewundern zu können. Zwei Rudel haben sich dort in freier Wildbahn, am Strand gemütlich niedergelassen. So früh sind sie noch relativ träge. 

          Rudel Seelöwen in freier Wildbahn, aus 5 Metern Entfernung fotografiert

          So, Adapter hat leider nicht geklappt, werde ich aber in einer der nächsten, größeren Städte noch einmal probieren. 

          Boot mit Plaketten verstorbener Seeleute 

          Hier liegt ein Boot mit runden Plaketten. Diese zeigen Namen und Daten verstorbener Seeleute, die vermutlich bei Sturm und Unwetter ums Leben gekommen sind. 

          Anderes Thema, gestriger Ausflug nach Valparaiso und Wandmalerei! 

          Wandmalerei 1

          Gestern sind wir erst so spät vom Ausflug zurückgekehrt, dass ich erst heute darüber berichten kann. Ich nutze die Gelegenheit ab hier im Text einige der fantastischen Wandmalereien aus Valparaiso unterzubringen. 

          Wandmalerei 2

          Zurück von einem ganz besonderen Ausflug nach Valparaiso, bei bestem Wetter mit blauem Himmel und Sonnenschein, denn z.Zt. ist in Chile Frühling, gefolgt vom Sommer dann im Dezember.

          Wandmalerei 3

          Bei der Fahrt nach Valparaiso sind links und rechts der Straße Weinanbau-Felder zu sehen. „Chile ist viertgrößter Weinexporteur der Welt“, berichtet die Reiseleiterin und vergisst nicht stolz hinzuzufügen, „der chilenische Wein ist ein Qualitätswein“.

          Wandmalerei 4

          Die Busfahrt in Richtung Valparaíso führt tatsächlich durch eine vom Weinanbau gekennzeichnete Landschaft. Dann aber in der Stadt angekommen, linksseitig die berühmte Blumen-Uhr, nur echt mit Schweizer Uhrwerk! 

          Blumenuhr

          Von der Oberstadt aus brechen wir zu einem Spaziergang abwärts der Hügel, durch enge Gassen, vorbei an bekannten Wandmalereien und kleinen Kunstboutiquen auf. Hier hat jede nur denkbare Fläche mindestens einmal Bekanntschaft mit einer Spraydose oder einem Farbpinsel gemacht.

          Eine von den Straßen, mit den traumhaft schönen Wandmalereien 

          Wandmalereien und Blumenbeete mitten im Straßenpflaster. Von einem Fotomotiv zum nächsten. Hier ist es keine Kunst, rund 90 Fotos, eines schöner als das andere, zu machen. Valparaìso gilt als kulturelle Hauptstadt Chiles. Der historische Stadtkern wurde zurecht zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

          Wandmalerei 5

          Die bunten Häuser, aber auch die faszinierende Graffitikultur in der Stadt, breiteten sich erst seit dem Jahr 1990 so richtig aus. Eine Stiftung, welche die Stadtentwicklung in der chronisch klammen Hafenstadt unterstützen wollte, setzte auf Open Air Kunst. 

          Wandmalerei 6

          Sie bot zwanzig renommierten Künstlern die Möglichkeit, Häuser und Wände zu gestalten. „Cielo Abierto“ – offener Himmel – so hieß das Projekt, das eine Initiative von Kunststudenten aufgriff, die bereits 1969 damit begonnen hatten, sich der Wände der Hafenstadt zu bemächtigen. 

          Standseilbahn mit maximal zehn Personen pro Fahrt

          Anschließend fahren wir – ein „Muss“ in diesem Stadtviertel – mit der historischen Standseilbahn ins Herz von Valparaíso, von der Ober- in die Unterstadt zum Plaza Sotomayor.

          Plaza Sotomayor

          Von dort geht es zurück zum Bus und zur AIDAcara. 

          Ich werde oft gefragt, warum das Schiff nicht in Valparaiso, sondern in San Antonio geankert hat. Wirtschaftlich ist der Hafen von San Antonio sogar der größere im Vergleich zu Valparaiso.

          Valparaiso wurde von einigen Reedereien aus dem Programm genommen, weil dort die Hafenarbeiter zu den unpassendsten Zeiten gestreikt hatten. 

          Da beide Orte nicht weit auseinanderliegen, konnte ich Valparaiso ja trotzdem besuchen und die vielen, schönen Wandmahlereien fotografieren und einige mit im Blog aufnehmen.

          Der Jok des Tages: Sagt die Mutter am Telefon zum Freund ihrer Tochter: „ Tut mir leid, mein Junge, hier ist nicht ihr Luxusschiffchen, hier spricht der alte Schraubendampfer.“