Waitangi bis Singapur

Forts. Singapur bis Hamburg

——!——  Bali  ——!——

Mi., 03. Jan, Tag 79 der Reise (Landgang)

Spruch des Tages. Wer über jeden Schritt lange nachdenkt, der steht sein Leben lang auf einem Bein – Buddha

  • AIDAcara liegt East Wharf Jetty Benoa
  • Zeit 06:00–18:00 Uhr
  • Letzter Tender: 17:30 Uhr
  • Etappe 1.027 sm (1.902 km) bis Singapur
  • Wettervorhers. heiter/wechselh 30 °C
  • Sonnenauf/-untergang 6.05/18:41 Uhr


Zurück vom Ausflug

Insel tausender Tempel, Götter und Dämonen! Sie lockt uns mit wunderschönen Stränden, einem faszinierenden Hinterland und einer Kultur, deren Feierlichkeiten und Rituale fest im täglichen Leben verwurzelt sind. 

Feiertagsrituale

Aber auch immer mit einem Blick auf die unbeschreibliche Armut Vieler und einem exorbitanten Reichtum Weniger, was uns nicht erfreuen kann. 

Pagoden ähnlicher Baustil bei Tempeln 

Fahrt nach Tohpati und Besuch einer Kunstausstellung mit Erklärungen zur Herstellung der traditionellen Batikoptik und Bildmalerei. Nachfolgend einige wunderbare Stücke.

Bild 1

Bild 2

Bild 3
Wir machen einen Fotostopp am Palast von Klungkung. Vermutlich wegen einer Wahlveranstaltung ist dort viel Polizei unterwegs und soll Sicherheit demonstrieren.


Der Palast von Klungkung besteht aus mehreren Teilen, hier der Hauptteil! 


Wir sehen die Kontraste Balis in den Ferienorten an der Küste, in den mehr als 20.000 Tempeln der Insel oder inmitten der quirligen Großstadt Denpasar. Hier ist vor allem der Besuch der drei großen traditionellen Märkte und der spezialisierten Einkaufsstraßen – wie der Stoffstraße Jalan Sulawesi – ein Erlebnis.

Tolle Stoffe und Farben

Ein Erlebnis war auch das Mittagessen im Seeblick-Restaurant. Dort konnten wir beobachten, wie Reiss im traditionellen Anbau gepflanzt wurde.

Boden wird vorbereitet…

Kleiner, umgangssprachlicher Scherz unseres einheimischen Reisebegleiters: „Kennst Du Frau von PAPAya (Papaya)?  Ist Frau Maiya (Fr. Meier). Kennst Du Tochter von Frau Maiya (Fr. Meier)? Auweiya (Auweia, irre Type)!“

Reis wird gepflanzt 


Benoa im Überblick

Benoa Harbour ist der Haupthafen der indonesischen Insel Bali. Er liegt im Südwesten, nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum der Hauptstadt Denpasar entfernt. 

Benoa Harbour Empfang

Von den rund 4,2 Millionen Einwohnern auf Bali leben circa 640.000 in Denpasar, die auch die größte Stadt der Insel ist. Während im übrigen Indonesien der Islam die vorherrschende Religion ist, blieb auf Bali der Hindu-Dharma-Glaube erhalten.

Insel der 1000 Tempel 

 Als „Insel der Götter“ oder „Insel der tausend Tempel“ ist Bali berühmt für seine Kulturdenkmäler – es gibt circa 20.000 Tempel auf der Insel – sowie für die wunderschönen Strände, wie auf der südlich gelegenen Halbinsel Benoa Tanjung, die auch vielfältige Wassersportmöglichkeiten bietet. 

vielfältige Wassersportmöglichkeiten 
Im Hafen von Benoa liegen große Kreuzfahrtschiffe neben Fischerbooten und traditionellen balinesischen Booten, die Besucher zu den Nachbar­inseln und den Stränden der Umgebung bringen.

Balis schönste Seiten 

  • ca. 30 min Fahrt entlang der einzigartigen und abwechslungsreichen Landschaftsformen nach Tohpati;
  •  ca. 30 min Fabrikbesuch mit Erklärung zur Herstellung der traditionellen Batikoptik; 
  • ca. 1 h Weiterfahrt nach Penglipuran; 
  • ca. 45 min Zeit im Kulturdorf mit bezaubernd gestalteten Häusern; 
  • Fahrt zum Kehen Tempel, 1 h Aufenthalt zur Besichtigung der Anlage;
  • Weiterfahrt zum Lake View Restaurant mit 1 h Mittagessen;
  • anschließend ca. 1 h Fahrt nach Kertha Gosa; 
  • ca. 30 min Fotostopp am Palast von Klungkung; 
  • ca. 1 h Rückfahrt zum Schiff

Jok des Tages. Ein Schotte macht mit seiner Frau eine Seereise. Das Schiff gerät in einen Sturm und läuft auf einen Felsen auf. Alle anderen ertrinken, nur der Schotte wird gerettet. Nach zwei Jahren kommt ein Telegramm: „Leiche Ihrer Frau mit Austern und vielen Muscheln bedeckt geborgen!“ Umgehend telegrafiert er zurück: „Muscheln und Austern verkaufen, Köder wieder auslegen!“


—-!—-  Lombok  —-!——

Di., 02. Jan, Tag 78 der Reise (Landgang)

Spruch des Tages. Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein – Ralph Waldo Emerson

  • AIDAcara liegt auf Reede Tender Pier Pelabuhan Lembar
  • Zeit 10:00–20:00 Uhr
  • Letzter Tender: 19:30 Uhr
  • Etappe 56 sm (103 km) bis Benoa, Bali
  • Wettervorhers. heiter/wechselh 30 °C
  • Sonnenauf/-untergang 6/18:37 Uhr

Zurück vom Ausflug. 

Reisfelder und Frauen bei der Arbeit

Balis kleine Schwester muss sich keineswegs hinter ihrer berühmten Nachbarinsel Bali verstecken. Denn fernab vom Massentourismus bietet Lombok ebenso traumhafte Sandstrände, unberührte Natur und dazu zahlreiche Kulturstätten der hier ansässigen Religionen.

Eingang zum Lingsar-Tempel

Beeindruckend ist auch die Hauptstadt Mataram, die Tempelanlagen aller Kulturen vereint und dazu mit interessanten Märkten und Einkaufsmöglichkeiten lockt. 

Lingsar-Tempelbereich 

Die größte Sehenswürdigkeit der Insel ist der Mount Ranjani. Der zweithöchste Vulkan Indonesiens ist noch immer aktiv. Schon eine Wanderung zum Fuße des von den Ureinwohnern als heilig verehrten Berges ist ein faszinierendes Erlebnis.

Lombok Krater

Auf Lombok wächst die größte Blume der Welt mit dem Namen Rafflesien. Die Blüten können einen Durchmesser von bis zu einem Meter erlangen.

Rafflesien-Blüte

Im Lombok Museum erleben wir die Kultur und Inselgeschichte hautnah. 

Eingangsbereich vom Lombok Museum 

Wir stöbern bei unserem Stopp am Sesela Kunst- und Handwerksmarkt nach dem ein oder anderen Souvenir.

Läden im Sesela Kunst- u. Handwerksmarkt

Übrigens, lange Fingernägel am Daumen oder kleinen Finger sind in Indonesien kein Trend, sondern ein Zeichen von Luxus. Es bedeutet, dass derjenige keiner handwerklichen Arbeit nachgehen muss.

Das vorherrschende Verkehrsmittel und prägende Bild in Stadt und Land ist der Motorroller, das Motorrad, aber so gut wie keine Fahrräder und eine unbeschreiblicher Armut, die partiell an Indien erinnert. Zwischen den an der Straße oft verfallenden Häusern sind immer wieder wilde, kleinere Müllhalden zu sehen.

Familienausflug

Lombok im Überblick

Lombok liegt 35 Kilometer östlich von Bali und gehört zu den Kleinen Sundainseln in der indonesischen Provinz Nusa Tenggara Barat. Die Insel hat eine Fläche von 4.725 Quadratkilometern und 2,4 Millionen Einwohner. 

Buddhistischer Tempel bei Tanjung

360.000 Menschen leben in der Hauptstadt Mataram an der Westküste, 22 Kilometer nördlich des Hafens von Lembar. Etwa 90 Prozent der Einwohner Lomboks sind Anhänger des Islams und 85 Prozent gehören den Sasak an – der ursprünglichen Bevölkerung der Insel, deren Kultur eng mit der der Balinesen verwandt und heute noch in den Dörfern lebendig ist. 

Tempel in traditioneller Bauweise

Touristisch weitaus weniger erschlossen als Bali ist hier die Landwirtschaft noch immer der wichtigste Erwerbszweig, z.B. der Reisanbau.

Reisanbau auf der Insel

Bekannt ist die Insel aber vor allem für ihre unberührten, traumhaften Sandstrände.

Häuser in traditioneller Bauweise

Ausflug Highlights von Mataram

  • ca. 45 min Busfahrt zum Lingsar Tempel;
  • ca. 30 min Besuch der Tempelanlage;
  • unterwegs Möglichkeit zum Kauf indonesischer Perlen;
  • ca. 30 min Stopp am Sesela Kunst- und Handwerksmarkt
  • weiter zum Lombok Museum und ca. 45 min Aufenthalt mit Erklärungen zur Kultur und Inselgeschichte;
  • Rückfahrt zum Schiff

Jok des Tages. Als ich mein Gewehr bei der Bundeswehr verloren habe, haben die mir doch tatsächlich 800€ in Rechnung gesetzt!“ „Jetzt verstehe ich auch, warum der Kapitän bei der Marine mit seinem Schiff untergeht.“



—-!—-  Komodo  —-!——

Mo., 01. Jan, Tag 77 der Reise (Landgang)

Spruch des Tages. Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht – Abraham Lincoln

  • AIDAcara liegt auf Reede, Loh Liang Wooden Jetty
  • Zeit 08:00–18:00 Uhr
  • Letzter Tender: 17:15 Uhr
  • Etappe 286 sm (529 km) bis Lombok
  • Wettervorhersage heiter/bewölkt, 28 °C
  • Sonnenauf/-untergang 05:47/18:24 Uhr

Zurück vom Ausflug! 

 Unsere Begleiter durch den Wildpark. 

Bei einem Besuch des Komodo National Parks konnten wir den berühmten Komodowaranen auf einer Wanderung ganz nahe kommen. Die größte Echsenart der Welt ist die Hauptattraktion der kleinen Sundainsel.

Riesenwarane vorm Wasserloch 

In Begleitung von Rangern führt der Weg zu den Orten, an denen sich die beeindruckenden Drachen besonders häufig aufhalten. Wir erleben die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum und entdecken dabei die ganze Schönheit der Insel.

ein Babywaran, stark vergrößert 

Mit Maximallängen von drei Metern bei einem Gewicht von über 70 kg ist er die größte gegenwärtig lebende Echse. Das Beutespektrum der tagaktiven Tiere verändert sich mit dem Alter und zunehmender Körpergröße und reicht von Insekten bis hin zu Säugetieren wie Mähnenhirschen und Wildschweinen. Er ist der einzige Waran, der regelmäßig Beutetiere dieser Größe schlägt. 

Grau, blau, gelb gefärbter Riesenwaran 

Die Jagd auf große Säugetiere wird durch ein in spezialisierten Drüsen im Unterkiefer produziertes Gift  unterstützt, welches unter anderem die Blutgerinnung  verringert und einen Schock  verursacht. Entflohene Beute kann an diesem Gift auch noch nach Tagen zugrunde gehen. Auch Aas ist ein wichtiger Bestandteil des Nahrungsspektrums. 

Riesenwaranen auf der Suche nach Nahrung 

Wird man von einem Riesenwaran angegriffen, gilt es ihm im Zickzack-Lauf zu entkommen. Er selbst kann schlecht die Richtung beim Laufen wechseln, ist aber in der Startphase bis zu 20 km/h schnell.


Komodo im Überblick

Komodo gehört zu den Kleinen Sundainseln, einer Inselgruppe östlich von Java. Die Insel zählt zur indonesischen Provinz Ost-Nusa Tenggara, deren Hauptstadt Kupang auf Westtimor ist. 

Die weltberühmten Komodowarane, die größte Echsenart der Welt

Komodo hat eine Fläche von 390 Quadratkilometern und rund 2.000 Einwohner, die alle im einzigen Ort der Insel, in Kampung Komodo, an der Ostküste leben. Nur einige Ranger und Touristenführer haben ihre Unterkünfte in Loh Liang, dem Sitz der Komodo Nationalpark Verwaltung, der etwa eine halbe Stunde Fußweg von Kampung Komodo entfernt ist. 

Erste Sonnenstrahlen über Komodo…

Von hier aus starten die Wanderungen zu den weltberühmten Komodowaranen, der größten Echsenart der Welt, die auf Komodo und den Nachbarinseln seit ungefähr 800.000 Jahren zuhause sind. 2011 wurde Komodo zu einem der neuen 7 Weltwunder der Natur gewählt.

KOMODO-NATIONALPARK UND PINK BEACH


  • Stationen: kurze Bootsfahrt zum Komodo Nationalpark;
  • Erklärungen zum Park und den hier lebenden Echsen; 
  • ca. 1 h Wanderung zum Aussichtspunkt und Möglichkeit die einzigartigen Komodo Drachen zu beobachten; 
  • kurze Bootsfahrt zum Pink Beach; 
  • ca. 1 h Aufenthalt zum Schwimmen, Schnorcheln und Sonnenbaden;
  • Rückfahrt zum Schiff
  • Sonnenschutz, gute Schuhe, kein Steg am Pink Beach


Rückblick auf die Silvesternacht

Hier aus dem Programm der AIDAcara in der Silvesternacht


Dinner for One: Der Kult-Sketch auf der großen Leinwand Was wäre Silvester ohne Miss Sophie und ihre legendäre Geburtstagsparty? Seien Sie heute um 17:30 und 20:30 Uhr dabei, wenn wir Ihnen den beliebten Klassiker auf der großen Leinwand im Theater präsentieren.


Bunter Jahreswechsel: Silvester-Poolparty Die Crew von AIDAcara freut sich, mit Ihnen zusammen in das Jahr 2018 hineinzufeiern.

Silvestergäste auf der Tanzfläche

Unser Pooldeck verwandelt sich ab 21:30 Uhr in eine große Silvesterparty mit jeder Menge Unterhaltung. Ihre Band The Band Mates sorgt für die passende Live- und Tanzmusik, auch Powerfrau Wanda Kay wird ein paar Songs zum Besten geben. 

Die Zeit immer fest im Blick…

Am späteren Abend werden Sie die Feuertänzer mit ihrer Show begeistern. Freuen Sie sich außerdem auf einen Auftritt Ihrer AIDA Stars. 


Der Höhepunkt erwartet Sie kurz vor Mitternacht, wenn Kapitän Tommy Möller mit der Schiffsglocke das neue Jahr einläutet. 

Tommy Möller und Crew auf der Bühne

Kapitän Tommy Möller und die gesamte Besatzung von AIDAcara wünschen uns ein frohes neues Jahr!



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So., 31. Dez, Silvester, Tag 76 der Reise (Seetag)

Spruch des Tages. Heutzutage kennen die Leute von allem den Preis und nicht den Wert – Oscar Wilde

  • Nächste Etappe: 738 sm (1.366 km) bis Komodo
  • Uhr Sa>So von 03>02:30 Uhr
  • Wettervorhersage teilw. bewölkt, 28
  • Sonnenauf/-untergang 05:23/18:17 Uhr


Zum Silvestertag

Wir begrüßen hier auf dem Meer zwischen Darwin und Komodo das neue Jahr auf der AIDAcara acht Stunden früher als in Deutschland.

Ich wünsche daher schon jetzt allen Lesern dieses Reiseblogs einen guten Rutsch und ein frohes sowie gesundes neues Jahr 2018! 

Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag, am 16. April 1959. Man könnte diese seine Ausführungen für sich selbst auch als gute Vorsätze für das neue Jahr deuten. 

„Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich, das nennt man „REIFE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben, und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.


Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“, aber heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag und nenne es „BEWUSSTHEIT“.

Als ich mich zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner. AufDiese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“.


Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten.

Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !


Nachzutragen

Gestern Abend: Australien in 100 Tagen! Silke Schranz und Christian Wüstenberg sind die erfolgreichsten Reisedokumentarfilmer im deutschen Kino. Ihre beiden exotischen Heimatfilme über die Nordsee und Ostsee von oben katapultierten die Filmemacher in die erste Liga der Dokumentarfilmer. Über eine halbe Million Zuschauer pilgerten in ihre Reisedokus über Neuseeland, Portugals Algarve, Südafrika und „Australien in 100 Tagen“. 

Christian Wüstenberg, Silke Schranz

Auch hier an Bord begeistern die beiden sympathischen Filmemacher. Nachdem sie in den vergangenen Tagen Ausschnitte aus ihrem Australienfilm gezeigt haben, gibt es heute Abend „Australien in 100 Tagen“ in voller Spielfilmlänge auf der großen Leinwand. 


Von Schwerefeld und Meereshöhe

Der globale Meeresspiegel gibt nicht nur Auskunft über Klimadaten, sondern ist vor allem für eine genaue Erstellung von Seekarten wichtig. Bestimmt wird die langjährige mittlere Meereshöhe mit einem Durchschnittswert. Seit dem Einsatz von Erdbeobachtungs-Satelliten fließen auch die wichtigen Erkenntnisse über das Schwerefeld der Erde mit ein. Denn die Erdanziehungskraft ist der Grund, warum selbst bei Windstille die Wasseroberfläche niemals glatt wäre. 

Ozeane sind keine ebene Fläche, sondern beherbergen Berge und Täler wie an Land. Und dort, wo es unter der Wasseroberfläche schwere Massen wie Erhebungen gibt, ist die Anziehungskraft stärker als an Stellen, an denen beispielsweise ein Graben am Meeresboden vorkommt. Bei geringerer Anziehungskraft entsteht deshalb eine Delle auf der Wasseroberfläche – das heißt, der Meeresspiegel ist dort höher. Natürlich haben auch Faktoren wie Gezeiten, Wind, Wellen, Temperatur, Strömungen und Salzgehalt Einfluss auf den Meeresspiegel. Diese Daten werden heute sowohl durch weltweite Tidenmessungen als auch durch Satellitenmessungen erhoben.


Jok des Tages: Drei Matrosen kommen zu spät vom Landgang zurück und müssen sich beim Kapitän verantworten;Sagt der Erste: „ich habe mir rechtzeitig eine vierspännige Kutsche gemietet. Aber was soll ich sagen, auf halbem Wege brechen doch tatsächlich alle Pferde tot zusammen.“
Berichtet der Zweite: „bei mir reichte es leider nur noch zu einer zweispännigen Kutsche, aber was soll ich sagen, auf halbem Wege brechen doch beide Pferde tot zusammen.“
Der Kapitän zum letzten Mann leicht pikiert: „Bei dir auch alle Pferde tot?“ „Nein, nicht doch,“ sagt der, „bei mir hat es tatsächlich nur noch zu einem Pferd zum  Selberreiten gereicht. Ich lag auch prima in der Zeit. Aber was soll ich sagen, auf halbem Wege lauter tote Pferde, kein Durchkommen mehr.“



—-!—-  Darwin  —-!——

Sa., 30. Dez, Tag 75 der Reise (Landgang)

Spruch des Tages. Das Rezept für Gelassenheit ist ganz einfach: Man darf sich nicht über Dinge aufregen, die nicht zu ändern sind – Helen Vita

  • Liegeplatz Fort Hill Wharf
  • Liegezeit: 07:00–17:00 Uhr
  • Alle an Bord: 16:30 Uhr
  • Etappe 738 sm (1.366 km) bis Komodo
  • Uhr Fr>Sa von 03>02:30 Uhr 

Wettervorhersage: heiter bis wechselhaft, 30 °C, Sonnenauf/-untergang 06:24 Uhr/ 19:14 Uhr

Zurück vom Ausflug und einem Stadtbesuch. Der Wetterbericht hat mit seiner Vorhersage von 30° heftig untertrieben. Ich habe Fotos vom Schiffsthermometer gemacht, welches kurz unter 50° anzeigte.

Guter Kreislauf ist hier von Vorteil…

Nach einer Panoramafahrt durch Darwin, habe ich den Aufenthalt in den Botanischen Gärten genossen und eine Entdeckung gemacht. Auf einem riesigen Baum lag auf dem längsten Ast eine fast genauso lange, große Schlange.

Der Kopf liegt auf der rechten Seite…

Ich kann nicht einschätzen, wie gefährlich das Tier für Menschen sein kann. Rein optisch erinnerte mich die Schlange an eine Anaconda. Die Große Anakonda ist eine Schlangenart aus der Familie der Boas. Sie ist eine der größten Schlangen der Welt. Und diese hier setzt sich auf der linken Seite hinter dem Ast noch fort. 

Kühles Nass, leider nicht für uns! 

Von den botanischen Gärten ging es weiter zum „Museum & Art Gallery of Northern Territory“. Hier einige Fotos, die ich im Museum machen konnte. 

Höhlenzeichnungen der Ureinwohner 

In den Museen von Australien ist die Nutzung von Blitzlicht im Regelfall untersagt. Wichtig: das Note 8 hellt dunkle Räume fantastisch auf. 

Termitenbau 

Das Museum beschäftigt sich intensiv mit der häufigen Zerstörung der Stadt durch Orkane beziehungsweise Krieg. Übrigens: Etwa 30 Prozent der Gesamtbevölkerung von Darwin sind Griechen. Jedes Jahr im Juni wird deswegen die griechische Kultur mit dem „Glenti“-Festival gefeiert.


Ankunft in Darwin

1. Bild aus Darwin/Hafen 6:20h Ortszeit…

…und gleich darauf geht die Sonne auf! 

DARWIN IM ÜBERBLICK

Darwin ist die Hauptstadt des Northern Territory und die nördlichste Großstadt Australiens. Mit 137.000 Menschen lebt mehr als die Hälfte aller Einwohner des dünnbesiedelten Territoriums in der Stadt. 

Städtische Badebucht

Darwin wurde erst 1869 gegründet und musste seitdem schon mehrmals wiederaufgebaut werden, da Zyklone in den Jahren 1897, 1937 und 1974 schwerste Zerstörungen angerichtet hatten. Unter anderem aber auch im Zweiten Weltkrieg, bei dem es in Darwin zum größten Angriff einer ausländischen Streitmacht gegen Australien kam. Am  19. Februar 1942 bombardierten 188 japanische Flugzeuge die Stadt. 250 Menschen verloren dabei ihr Leben. Die Stadt wurde vollständig zerstört und musste komplett erneuert werden. 

Botanischer Garten

Darwin ist besonders multikulturell – etwa 75 Nationalitäten leben hier, davon sind ein Viertel Aborigines oder Torres-Strait-Insulaner. Besonders ist auch das tropische Klima – das ganze Jahr über liegen die Temperaturen bei 33 Grad und schwanken nur um 1 Grad nach oben oder unten.

Wildlife Park

Aufgrund der geografischen Nähe zu Südostasien wird Darwin auch das „Tor zu Asien“ genannt.


DARWIN KLASSISCH 

Stationen: 

  • ca. 45 min Panoramafahrt durch Darwin; 
  • ca. 1 h Aufenthalt in den Botanischen Gärten; 
  • weiter zum „Museum & Art Gallery of Northern Territory“, ca. 1h Aufenthalt;
  • Rückfahrt zum Schiff
  • individueller Besuch des Gartens und Museums


Rückblick! 

Gestern Abend war der Bär im Theater los! Comedian Thorsten Bär wohnt zwar seit einiger Zeit schon im hohen Norden, doch er hat hessische Wurzeln und ein großes Problem: Sein „Vadder“ bringt nicht nur ihn, sondern auch seine Umwelt zum Verzweifeln.

Thorsten Bär in seinem Element 

Das tägliche Einkaufen im Supermarkt und das klassische Heimwerken werden mit dem „Vadder“ zu einer reinen Abenteuerreise. Wie erfahren von einer Vater-Sohn-Beziehung der ganz besonderen Art. 

Jok des Tages: Fragt der Matrose den Steuermann: „Kennst du die Wüste Sahara?“ Antwort: „Nein, aber könntest du mir die Adresse von Sara geben?“


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Di.-Fr., 26.- 29. Dez, Tag 71-74 der Reise (Seetage)

Spruch des Tages. Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss, wie andere Menschen – Astrid Lindgren

Nächste Etappe 1.352 sm (2.426 km) bis Darwin, Temperaturen:


Freitag, 29.12. 
Gestern Abend kunterbunte Schlagershow & Poolparty. Die „AIDA Stars“ präsentierten eine bunte Schlagergranaten-Show mit Hits wie „1.000 Träume weit“ von Anna-Maria Zimmermann, „Cowboy und Indianer“ von Olaf Henning und „Idiot“ von Michelle und Matthias Reim. 

Dampf- und Stampf-Hits

Im Anschluss ging es lückenlos weiter mit DJ Jonny auf der Poolparty und den besten Dampf- und Stampfhits im Rythmus, wo jeder mit muss, u.z. ohne Ende!  Bis auf den Chronisten. 

Rythmus, wo jeder mit muss…

Der mag lieber, nur mal zwischendurch (als kleine Verschnaufpause) Hans Albers „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“, oder „La Paloma Blanca“  und mit ihm zwei Drittel der Gäste…., aber die sind schon lange vorher freiwillig in die Kojen geklettert, da sie wussten was kommt.

Kommunikations-1×1

Kommunikation im Internet, neudeutsch auch Chat genannt, folgt einigen Regeln. Erfolgreich zu sein bedeutet, auch dann eine Antwort zu geben, wenn in den Ausführungen des Anderen nicht unbedingt eine solche verlangt wird. Ein Beispiel im Rahmen von Chats z.B. mit WhatsUp, SMS, E-Mail etc.! 

Szene aus Wilhelm Tell

A schreibt (chattet): „Ich freue mich heute Abend auf den Besuch des Theaters. Es wird Wilhelm Tell gegeben“

Hierauf müsste B nicht unbedingt antworten, da A keine direkte, offene Frage stellt! Dennoch macht es sich aus verschiedenen Gründen (siehe unten) gut, wenn B trotzdem reagiert.

Der Meister im Bogenschießen persönlich
B schreibt: „Prima, dann viel Vergnügen. Hoffentlich trifft Wilhelm den Apfel!“

Welches sind diese o.a. „verschiedenen Gründe“? A sieht nicht nur, dass seine Nachricht angekommen ist, sondern auch, dass sie verstanden wurde. A fühlt sich beachtet und ernst genommen. A wird B zukünftig bei Nachrichten nicht links liegen lassen. Nicht jede Nachricht, die wir erhalten, ist für uns von gleich großer Bedeutung, aber:

Großer Aufgalopp

Dem Absender waren wir wichtig. Ihm hat es etwas bedeutet uns zu informieren. Eine Antwort, ggf. auch eine kurze, sollte er uns immer wert sein, und sei es auch nur das Smiley „Daumen hoch“.


Christliche Seefahrt

Das Thema Flaggen hatten wir bereits einmal in diesem Blog gestreift. Vielleicht haben auch Sie sich schon mal gefragt, was die Flaggen zu bedeuten haben, die auf den Schiffen zu sehen sind. 

Wenn diese in einen Hafen einlaufen, setzen sie zum Beispiel die Flagge, die dem sogen. Registrierhafen entspricht. Im Falle der AIDA Schiffe ist das für Genua die italienische Handelsflagge. 

Außerdem ist die Flagge des Gastlandes zu sehen und die Reedereiflagge. Das gesamte Alphabet ist zudem in unterschiedlichen Signalflaggen dargestellt, die ebenso verschiedene Bedeutungen haben. 

Gastland z.B. Australien

Die Flagge „H“ in weiß und rot bedeutet, dass ein Lotse an Bord ist. Wenn Sie die rote Flagge „B“ sehen, ist auf dem Schiff Vorsicht mit Zigaretten geboten. Sie bedeutet, dass das Schiff gerade Brennstoff übernimmt oder gefährliche Ladung an Bord hat.

Flagge H Lotse an Board

 „P“, blau mit weißem Spiegel, wird im Internationalen Signalbuch als „Blauer Peter“ bezeichnet und bedeutet, dass das Schiff innerhalb der nächsten 24 Stunden auslaufen wird.

Flagge P, Blauer Peter


Donnerstag, 28.12.

Eine weitere Rettungsaktion auf der AIDAcara

10:30 Uhr, im Theater, Bericht von Kapitän Tommy Möller. Die ausgeflogene Passagierin wurde bereits im Krankenhaus eingeliefert und es geht ihr den Umständen entsprechend gut.

Kapitän Tommy Möller berichtet

Darwin wird, wenn auch mit einem Tag Verzögerung, am 30.12. von 7 bis 17 Uhr etwas kürzer angelaufen. Die Ausflüge finden alle wie geplant statt und das übernächste Ziel Komodo wird planmäßig erreicht.

Beispiel Rettungskraft verlässt den Heli

Bereits gestern Abend gegen 21 Uhr, vom Kapitän angekündigt, wird heute morgen über unserem Deck 10 ein Hubschrauber erwartet, um eine Rettungsaktion via Rettungswinde und Korb für einen Gast durchzuführen. Der Zugang zum Deck 10 ist z.Zt. wieder komplett abgeriegelt. 

Helikopter der aktuellen Aktion von Deck 8 aus, heute morgen fotografiert

Ist der Helikopter im Anflug auf die AIDAcara bzw. schwebt über Deck 10/11, müssen alle volatilen Gegenstände auf dem Deck befestigt oder entfernt werden, damit durch den starken Sog der Heli-Rotoren nichts durcheinander gewirbelt wird. Soeben Gesamtschiff-Durchsage: „Attention Crew, Attention Crew, Prepair for Helikopter Action“. 

Ankunft in Komodo 01.01.2018 um 8 Uhr

Das Schiff hat sich bereits zuvor in der Nacht zurück in Richtung nächstliegenster Helikopter-Station im Eingang zur Torres Strait (eine etwa 185 km breite Meerenge zwischen der Halbinsel Cape York und der Südküste von Neuguinea) bewegt, um dem Rettungsheli entgegen zu fahren, der lediglich einen ca. 50 km Radius haben soll. Es wird dann in den frühen, aber helleren  Morgenstunden die Aktion gestartet. Sämtliche WEB-Cameras, auch die vom Pooldeck, wo der Heli in Aktion treten wird, wurden auf andere Inhalte geschaltet. 

Beispiel dt. Rettungshelikopter

Durchsage vom Kapitän, alle Passagiere sollen sich zur eigenen Sicherheit nicht auf den Außendecks oder Balkonen aufhalten. Um 10:30 Uhr wird er im Theater über den weiteren Reiseverlauf berichten. Es sind eine Menge von Fragen zu klären. 

Kursänderung, gestern 21:05 Uhr, Kurs Ost, 140 Nautische Meilen zurück 

Kann, darf Darwin noch angelaufen werden? Müssen Treibstoffe, logistische Lieferungen aufgenommen werden? Liegerechte vor Ort noch möglich? Ausflüge für Gäste verschiebbar, Busse noch disponabel? Darwin oder besser andere Insel (Bali, Vulkan) überspringen? Es wird noch Dutzende, andere Fragen geben, die der Laie nicht erkennen kann.

Helikopter der vorletzten Aktion

Aber einerlei was beschlossen werden muss, es gibt ein gutes Gefühl, dass im Ernstfall geholfen werden kann und nichts unversucht bleibt.

Anderes Thema. Gestern Abend ging es mit den AIDA Stars ins New York der wilden 20er Jahre. Das Theater verwandelte sich zum Cotton Club und damit zu einer Stätte für Amüsement mit attraktiven Bardamen und zwielichtigen Gestalten. 


Das gefährliche und schöne Spiel der Liebe zwischen Swing-Rhythmen und Artistik bestimmte die Handlung. 

Insgesamt eine gelungene Adaption


Mittwoch, 27.12.

Mit Wanda Kay betrat gestern Abend im Theater eine wahre Vollblutkünstlerin die Bühne. Ihre kraftvolle Stimme sorgt schon bei den ersten Tönen für wippende Füße und schnippende Finger.

…schnippende Finger…

Ihre Musik ist aber auch Party pur. Mit ihren Programmen aus eigenen Songs und Evergreens der großen Damen des Musikbusiness von Shirley Bassey über Liza Minelli bis Tina Turner, sowie mit starker, zeitgemäßer Aussage macht sie jeden Auftritt zu einem Erlebnis.

Gesang und Energie pur

Ihr unvewechselbares Markenzeichen: Extravagante Bühnenkostüme, die allein schon einen Applaus wert sind. Zwei Videos habe ich im vollbesetzten Theater mitgeschnitten. 

Auf allen Ozeanen unterwegs, AIDAcara…

Anderes Thema zum Fachbegrifflichen. Auch wenn ich oft hier, von der AIDAcara „von den Meeren der Welt“ grüße, ist dies genaugenommen nicht korrekt. Auch andere nennen sie Weltmeere, doch heißen die Wasserflächen zwischen den Kontinenten von ihrer Definition her Ozeane. 

Australien, Wolken und Sonnenuntergänge

Die drei größten sind der Pazifik – dieser ist größer als die gesamte Landoberfläche der Erde – der Atlantik und der Indische Ozean, dazu kommen noch der Arktische und der Antarktische Ozean.

Und jeder ist anders…

Neben den Ozeanen gibt es circa 80 Meere. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie zu einem Teil von Land umgeben sind und mit anderen Meeren und den Ozeanen Wasser austauschen.

Abendstimmung

So sind auch die Ostsee und die Nordsee Meere, wohingegen das Kaspische Meer, trotz des Namens, ein Binnensee ist, weil es keine direkte Verbindung zu einem Meer hat.

Wolken-Weltmeister Australien

Ich habe mich aber dennoch entschlossen, weiterhin von den „Meeren der Welt“ zu grüßen, klingt einfach romantischer…


Dienstag, 26.12.

Gestern Abend auf dem Pooldeck trat ein lokaler Didgeridoo-Spieler aus Cairns auf. Bereits die Aborigines aus Sydney haben mit ihrer Digeridoo-Vorführung beeindruckt.

Ähnlich unserem Alphorn, nur kleiner

Ich war auf dem Pooldeck dabei, als der australische Einwohner all sein Können auf dem exotischen Didgeridoo Instrument präsentierte. Lange Holztrompeten gibt oder gab es in vielen Kulturen und Ländern, z.B. in den Karpaten (trembita), in der Ukraine (truba), in Rumänien (bucium), in Skandinavien (lur), in Peru (pampa corneta) und bei den Maori in Neuseeland (pūkaea).

Die Gäste waren begeistert…

Ganz anderes Thema. Am zweiten Weihnachtstag kommt eine kleine Weihnachtsgeschichte sicher noch nicht zu spät. Titel: „Wie man zum Engel wird!“ Erzählt von Ruth Schmidt-Mumm, frei gekürzt. Vielen Dank an unseren AIDAcara-Gast Margret Holtermann! Meine Mitreisenden und ich jedenfalls konnten herzhaft lachen.  Los geht’s…

Wie jedes Jahr sollte auch in diesem die sechste Klasse das weihnachtliche Krippenspiel aufführen. Zunächst mussten die Rollen mit begabten Schauspielern besetzt werden. Thomas sollte den Joseph spielen. Tinchen wurde einstimmig zur Maria gewählt und so ging es weiter, bis alle Rollen verteilt waren, bis auf die des engherzigen Wirtes, der Maria und Joseph, die beiden Obdachsuchenden, von seiner Tür weisen sollte. 

Joseph, alias Thomas, hatte den rettenden Einfall. Sein kleiner Bruder würde durchaus in der Lage sein, diese unbedeutende Rolle zu übernehmen, für die ja nicht mehr zu lernen war als ein einziger Satz – nämlich im rechten Augenblick zu sagen, dass kein Zimmer frei sei! 

Vorhang auf: Joseph und Maria betraten die Bühne, wanderten schleppenden Schrittes zur Herberge und klopften an. Die Fensterläden öffneten sich und heraus schaute Tim unter seiner großen Wirtsmütze. „Habt Ihr ein Zimmer frei?“, fragte Joseph mit müder Stimme. „Ja, gerne“, antwortete Tim freundlich. Schweigen breitete sich aus im Saal und erst recht auf der Bühne. 


Joseph versuchte vergeblich, irgendwo zwischen den Kulissen Lehrer Larssen mit einem Hilfezeichen zu entdecken. Maria blickte auf ihre Schuhe, „Ich glaube, Sie lügen“, entrang es sich schließlich Josephs Mund. Die Antwort aus der Herberge war ein unüberhörbares „Nein“. Dass die Vorstellung dennoch weiterging, lag an Josephs Geistesgegenwart. Nach einer weiteren Schrecksekunde nahm er Maria an der Hand und wanderte ungeachtet des Angebotes weiter bis zum Stall.

Hinter der Bühne waren inzwischen alle mit dem kleinen Tim beschäftigt. Lehrer Larssen hatte ihn zunächst vor dem Zorn der anderen Schauspieler in Schutz nehmen müssen, bevor er ihn zur Rede stellte. Tim erklärte, dass Joseph eine so traurige Stimme gehabt hätte, da hätte er nicht nein sagen können, und zu Hause hätten sie auch immer Platz für alle, notfalls auf der Luftmatratze. 

Herr Larssen zeigte Mitgefühl und Verständnis. Dies sei jedoch eine Geschichte, erklärte er, und die müsse man genauso spielen, wie sie aufgeschrieben sei – oder würde Tim zum Beispiel seiner Mutter erlauben, dasselbe Märchen einmal so und dann wieder ganz anders zu erzählen, etwa mit einem lieben Wolf und einem bösen Rotkäppchen? Nein, das wollte Tim nicht, und bei der nächsten Aufführung wollte er sich Mühe geben, ein böser Wirt zu sein; das versprach er dem Lehrer. 

Unter ärgsten Androhungen hatte Thomas seinem kleinen Bruder eingebläut, dieses Mal auf Josephs Anfrage mit einem klaren „Nein“ zu antworten. Als die Brüder um die Ecke des Gemeindehauses zur nächsten Aufführung bogen, bekam Tinchen – Maria rote Flecken am Hals und flüsterte Thomas zu, eine zweite Panne würde sie nicht überleben. 


Vorhang auf: Das heilige Paar erschien und wanderte – wie es aussah, etwas zögerlich – auf die Herberge zu. Joseph klopfte an die Läden, aber alles blieb still. Er pochte erneut, aber sie öffneten sich nicht. Maria entrang sich ein Schluchzen. Schließlich rief Joseph mit lauter Stimme: „Hier ist wohl kein Zimmer frei?“ In die schweigende Stille, in der man eine Nadel hätte fallen hören, ertönte ein leises, aber deutliches „Doch“. 


Für die dritte und letzte Aufführung des Krippenspiels in diesem Jahr wurde Tim seiner Rolle als böser Wirt enthoben. Er bekam Stoffflügel und wurde zu den Engeln versetzt. Sein „Halleluja“ war unüberhörbar und es bestand kein Zweifel, dass er endlich am richtigen Platz war. 

Wie man zum Engel wird…

Jok des Tages: 

Liebe Mitarbeiter,

wie schon in den Vorjahren, wollen wir auch diesmal das anstrengende Geschäftsjahr mit einer gemeinsamen Weihnachtsfeier an Bord der Lapaloma  beenden.

Da es im letzten Jahr einige etwas unerfreuliche Zwischenfälle gab, möchte die Geschäftsleitung im Vorfeld auf gewisse Spielregeln hinweisen, um die besinnliche Feier auch im rechten Rahmen ablaufen zu lassen.

1. Wenn möglich sollten die Mitarbeiter das besagte Schiff noch aus eigener Kraft erreichen, und nicht im alkoholisierten Zustand von Kollegen hereingetragen werden. Eine Vorfeier ab den frühen Morgenstunden sollte möglichst vermieden werden.

2. Es wird nicht gern gesehen, wenn sich Mitarbeiter mit ihrem Stuhl direkt an das kalte Buffet setzen. Jeder sollte mit seinem gefüllten Teller einen Platz an den Tischen aufsuchen! Auch die Begründung „Sonst frisst mir der Kollege die ganzen Melonenschiffchen weg“ kann nicht akzeptiert werden.

3. Schnaps, Wein und Sekt sollte auch zu vorgerückter Stunde nicht direkt aus der Flasche getrunken werden. Besonders wenn man noch Reste der genossenen Mahlzeit im Mund hat. Der Hinweis *Alkohol desinfiziert* beseitigt nicht bei allen Mitarbeiten das Misstrauen gegen Speisereste in den angetrunkenen Flaschen.

4. Wer im letzten Jahr den bereitgestellten Glühwein gegen eine Mischung aus Hagebuttentee und Super-Bleifrei ausgetauscht hat, wird darum gebeten diesen Scherz nicht noch einmal zu wiederholen. Sicherlich ist uns allen noch in Erinnerung, was passierte als Kollege Müller sich nach dem dritten Glas eine Zigarette anzündete.

5. Sollte jemand nach Genuss der angebotenen Speisen und Getränke von einer gewissen Unpässlichkeit befallen werden, so wird darum gebeten die dafür vorgesehen Örtlichkeiten aufzusuchen. Der Chef war im letzten Jahr über den unerwarteten Inhalt seines Aktenkoffers nicht sehr begeistert.

6. Wenn Weihnachtslieder gesungen werden, sollten die Originaltexte gewählt werden. Einige unserer Auszubildenden sind noch minderjährig und könnten durch einige Textpassagen irritiert werden. In diesem Zusammenhang möchten wir nochmals daran erinnern, dass einige der männlichen Kollegen sich noch nicht zur Blutuntersuchung zwecks Feststellung der Vaterschaft gemeldet haben. Unsere im Mutterschaftsurlaub befindliche Mitarbeiterin meint, es bestände ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der letztjährigen Weihnachtsfeier und der Geburt ihrer Tochter im September dieses Jahres.

Wenn wir uns alle gemeinsam an diese wenigen Verhaltensmaßregeln halten, sollte unsere Weihnachtsfeier wieder ein großer Erfolg werden.
Mit freundlichen Grüssen

Die Amtsleitung

—-!—-   Cairns  —-!——

Mo., 25. Dez, Tag 70 der Reise (Landgang

Spruch des Tages: Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen – Dieter Hildebrandt

  • Liegeplatz Trinity Wharf 1, 2, 3
  • Liegezeit: 08:00–22:00 Uhr
  • Alle an Bord: 21:30 Uhr
  • Etappe 1.310 sm (2.426 km) bis Darwin
  • Uhr So>Mo von 03>02 Uhr 


Das Wetter sieht nicht schlecht aus…

Zurück vom Ausflug nach 37 Grad im Schatten, gibt es einiges zu berichten. Der zweitwichtigste Wirtschaftszweig in Cairns nach dem Tourismus, ist die Zuckerindustrie. Entsprechend ist die Region um Cairns mit Zuckerrohr bepflanzt. Womit früher Dutzende von Erntehelfer Wochen beschäftigt waren, wird dies heute mit Maschinen und nicht mehr als drei Personen in zwei Stunden erledigt.

Zuckerrohranbau bis zum Horizont

Weiter geht es mit dem Bus nach Palm Cove mit seinen Kilometer langen Stränden. Unser erster Weihnachtstag ist in Australien das Hauptweihnachtsfest. Alle Geschäfte haben zu und die Menschen müssen nicht zur Arbeit. Trotzdem menschenleere Strände bei 37° im Schatten.

Menschenleere Strände trotz Feiertag 

Schuld haben hier die Feuerquallen und Krokodile. Auf Warnhinweisen und Schildern wird deutlich, dass diese Bereiche nur auf eigene Gefahr genutzt werden können. Machen die Australier aber nicht.

Schmerzhafter Meeresbewohner 

Ich selbst bin schon einmal in Spanien beim Schwimmen im Meer von einer derartigen Qualle am Oberarm fürchterlich verletzt worden. Es hat Monate gedauert, bis der letzte Brandschorf am Arm abgeheilt war. Die Schmerzen in dem Moment, wenn sich die Qualle um den Arm legt, wünscht man seinem ärgsten Feind nicht. 

Abgesicherter Badebereich 

Nur in solchen, mit Netzen abgesicherten Badebereichen ist das Schwimmen erlaubt. Sie halten sowohl die Quallen als auch die Krokodile ab. 

Auf der Rückfahrt haben wir den wunderbaren botanischen Garten von Cairns besucht. Hier drei Fotos.

Gewächshaus im Hintergrund 

Papageienbaum 

Rotbeerpalme

Die giftigsten Schlangen der Welt sind alle in Australien heimisch. Zu ihnen gehören der Inland Taipan, die King Brown Snake, der Taipan, die MainLand & Eastern Tiger Snake, die Tiger Snake, die Black Tiger Snake, die Death Adder und die Western Brown Snake.

Inland Taipan

Und eine weitere Überraschung. In einem riesigen Baum, bereits im Stadtkern, sichten wir hunderte von Flughunden, hängend schlafend! 

Von weitem sehen die Flughunde aus wie überdimensionierte Blätter. 

Nicht weit von der AIDAcara gibt es das berühmte Aquarium von Cairns. 

 Cairns Aquarium & Reef Research Centre“

Im neu eröffneten „Cairns Aquarium & Reef Research Centre“ können Besucher zehn verschiedene Ökosysteme und mehr als 15.000 Lebewesen bewundern. Ein Schildkröten-Hospital ist direkt angeschlossen.

Unsere schnorchelnden Ausflügler haben uns freundlicherweise noch die o.a. beiden Korallenbilder überlassen. 

CAIRNS IM ÜBERBLICK

Die Stadt Cairns liegt im Nordosten von Queensland und ist das viertbeliebteste Reiseziel Australiens. Die 134.000-Einwohner-Stadt ist vor allem als Tauchhauptstadt wegen des nur 50 Kilometer entfernten Great Barrier Riffs bekannt, sowie als Ausgangspunkt für Ausflüge zum 135 Millionen Jahre alten Tieflandregenwald (Daintree Rainforest) – dem ältesten der Erde. 

Daintree Rainforest

Hier herrscht tropisches Klima mit Temperaturen von bis zu 34 Grad Celsius. Cairns wurde 1876 als Exporthafen für Gold und Zuckerrohr gegründet, noch immer ist das Hinterland geprägt von Zuckerrohrfeldern und Landwirtschaft. Hauptanbaufrüchte sind Mangos und Bananen, aber auch einheimische Kakaobohnen werden seit einiger Zeit erfolgreich kultiviert. 

Sie gehören fast schon zum Straßenbild

Die Tauchhauptstadt Cairns ist umgeben von zauberhaften Inseln, Mangrovenwäldern, Regenwald und Korallenstränden. Durch ihre Nähe zum berühmten Great Barrier Reef zieht Cairns im tropischen Norden des Landes zahlreiche Besucher an. Die Umgebung lockt mit unzähligen abenteuerlichen Ausflügen und Aktivitäten. 

Great Barrier Reef 

Das Great Barrier Reef gehört zweifelsohne zu den größten Tourismusattraktionen Australiens. Jährlich kommen etwa zwei Millionen Menschen, um sich dieses erklärte Weltnaturerbe anzusehen. Das weltgrößte Korallenriff zieht sich über eine Länge von 2.300 Kilometern hin. Der Teil des Riffs, der über dem Wasser liegt, ist circa 15.000 Jahre alt, die Ablagerungen unter Wasser bis zu 18 Millionen Jahre. 

Korallenriff

Die Größe des Great Barrier Reefs entspricht etwa der Größe von 70 Millionen Fußballfeldern oder komplett Japans. Das Great Barrier Reef besteht aus 2.900 einzelnen Riffs und ist selbst aus dem Weltraum mit bloßem Auge zu erkennen. Das Riff wurde am 11. Juni 1770 vom britischen Seefahrer James Cook entdeckt, weil er dort mit seinem Schiff versehentlich auf Grund lief.

Fußgängerzone o. Uferpromenaden Bummel

Und auch in der Stadt Cairns ist immer etwas los: Bummeln durch die Fußgängerzone oder entspannen an der schönen Uferpromenade. 

Uferpromenade

Die entspannte Atmosphäre begeistert. Nördlich der Stadt beginnt der 26 Kilometer lange Küstenabschnitt Marlin Coast mit den wunderschönen, palmengesäumten Northern Beaches.

CNS16 – CAIRNS AUF EINEN BLICK

Stationen: 

  • ca. 1 h 30 entspannte Panoramafahrt durch Cairns, mit einen atemberaubenden Blick auf das Korallenmeer; 
  • ca. 30 min Aufenthalt im Botanischen Garten; 
  • 1 h Fahrt durch Cairns, vorbei an der Navy Patrol Basis, dem Sugar Terminal und der zahlreichen Geschäfte des Stadtzentrums;
  • zurück zum Schiff


Jok des Tages: Sagt der Steuermann zum Kapitän: „Zwischen Weihnachten und Silvester auf See zu sein ist nicht schlimm. Zwischen Silvester und Weihnachten auf See zu sein, DAS ist schlimm. 


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Fr.-So., 22.- 24. Dez, Tag 67-69 der Reise (Seetage)

Spruch des Tages. Wenn man das Leben versteht, ist es meist schon vorbei – Ami Dose

Nächste Etappe 1.352 sm (2.503 km) bis Cairns

Sonntag, 24.12.

Kinder-Gesangsprobe im Theater

Im Rahmen des weihnachtlichen Rahmenprogramms fällt mir die Aufgabe eines Videoteurs zu, also Aufzeichnung des AIDAcara Weihnachtschores mit Pianist Ladislav. Außerdem mit von der Partie sind Schauspieler Frank Buchwald und ein ganz talentierter, junger Überraschungsgast.

Ist das die Nase vom Weihnachtsmann? 

Heute Nachmittag ab 16.30 Uhr im Theater ist es endlich so weit, der Weihnachtsmann kommt! Er wird mit seinem Rentierschlitten, den er extra für diese Reise seetüchtig gemacht hat, auf der AIDAcara landen. 

Und die Uraufführung …

Damit vor allem die kleinen Gäste leuchtende Augen bekommen, haben der Weihnachtsmann und sein Weihnachtsengel ein paar Geschenke im Gepäck. 

Von Gästen geschmückter Tannenbaum…

Gestern haben über den Tag mehrere Gästegruppen  Tannenbäume geschmückt, die abends im Theater per Bild gezeigt und vom Publikum prämiert wurden. Oben eines der Exemplare in der Lambadabar. 

Geschmückte Buffets

Weitere Tannenbäume stehen z.B. vor den Restaurants, Bars etc.. Auch sind heute morgen die Buffets und Gästetische weihnachtlich hergerichtet worden.

Thorsten hatte die Lacher auf seiner Seite

Außerdem gestern Abend im Theater der Prämierte Stand-Upper Thorsten Bär. Was machen Dieter Bohlen und Rainer Calmund zusammen auf einem Kreuzfahrtschiff? Und welche Rolle spielt Udo Lindenberg dabei? 

Todesfahrt nach Honolulu: Thorsten Bär

In seinem aktuellen Stand-up Programm „Todesfahrt nach Honolulu“ schickt Thorsten Bär die erste Riege der deutschen Prominenten-Szene auf eine abenteuerliche Reise in die Südsee. 

Gesangseinlage von Wanda Kay

Es wurde stürmisch auf der „MS Katzenberger“! Thorsten Bär, eigentlich ausgebildeter Sportjournalist, tourt erfolgreich als „Stand-Upper“ über Deutschlands Comedy-Bühnen und nun auf der AIDAcara.


Samstag, 23.12.

Da morgen, an Heiligabend viele Leser dieses Blogs stark beschäftigt sein werden, möchte ich bereits heute allen meine Festtagsgrüße mit einer kleinen Fotocollage selbst gemachter Bilder ausrichten! 

Kleine Hommage an Sydney/Australien…

Euch allen aber wünsche ich:

Nehmt Euch Zeit für die Dinge die Euch glücklich machen.  Die Zeit ist das einzige Gut, welches auf dieser Welt gerecht verteilt ist. 

Egal wie alt ihr seid,  in welchem Land ihr lebt oder welchen Beruf ihr ausübt. Alle bekommen pro Tag 24 Stunden, 11440 Minuten, 86400 Sekunden. Zeit ist kostbar, verwendet sie klug!

Nachzutragen von gestern Abend  ist die offizielle Begrüßung des neuen Kapitäns Tommy Möller auf dem Pooldeck. Anschließend gab es  „Crew meets Band Open Air“. Mit anderen Worten sangen Mitglieder der Crew von der AIDAcara zusammen mit der Liveband „The Band Mates“, dies ebenfalls auf dem Pooldeck.

Da geht die Post ab…

Ein Ereignis der besonderen Art: Unermüdlich hat die Crew von der AIDAcara für ihren großen Auftritt geprobt, von der Küche bis hin zum Housekeeping. Sie sangen alle live ihre Lieblingssongs und wurden von den Gästen kräftig unterstützt! Für professionelle Begleitung sorgte „The Band Mates“. 

Das Publikum war begeistert! 

Unter Kennern war dieses tolle Ereignis der absolute Geheimtipp – und sogar Open Air. Und einen weiteren Höhepunkt gab es wie gesagt gleich zu Beginn, als sich der neue Kapitän Tommy Möller vorstellte. 

Shuffleboard, leider hat BLAU verloren…

Vormittags habe ich Shuffleboard auf dem Pooldeck und nachmittags eine große Runde Boccia mitgespielt. 

Bocciagruppe in Aktion

Da auf einem Schiff nicht mit richtigen Boccia-Kugeln gespielt werden kann, gibt es Säckchen ähnliche Bälle, die fast zum gleichen Ergebnis kommen, wie Kugeln auf Sand. Sie bleiben entweder sofort liegen oder rollen noch etwas. 

Wer liegt am Nächsten…

Gespielt wird über Treppen und Decks hinweg, ein sagenhaftes Gaudi.


Freitag, 22.12.

Unterwegs im Land der Koala

Inzwischen hat in Sydney  ein Kapitänswechsel stattgefunden. Nach Lars Krüger kam nun Tommy Möller an Bord und hat das Kommando übernommen. Heute Nachmittag stellte er sich im Theater im Rahmen eines kleinen Vortrages über unser kommendes Ziel Cairns vor. 

Kapitän über Cairns

Wieder auf offener See entlang der Küste von Australien, Ziel Cairns. Nachzutragen bleibt von gestern Abend ein großes Sailaway mit letzten Blicken auf ein glitzerndes, funkelndes Sydney. Hier einige Fotos von mir, die für sich sprechen sollen.

Oper und Brücke mit Doppelobjektiv-Cam

Schiff und Stadt

Funkelndes Sydney

Wahrzeichen der Stadt

Schiffsachtern und Stadtsichten

Sydney werde ich so schnell nicht vergessen…

Jok des Tages. Der Kapitän des Luxusliners geht auf dem Deck spazieren. Ein Gast spricht ihn an. „Herr Kapitän wenn sie nicht oben auf der Brücke sind, wer steuert denn dann das Schiff?“ „Mein Herr, das macht bei uns der Friseur. Der kennt sich am besten mit Wellen aus!“



—-!—-   Sydney  —-!——

Mi.-Do., 20.-21. Dez, Tag 65-66 der Reise (Landgang

Spruch des Tages: Mach dir keine Sorgen, dass die Welt heute untergehen könnte. In Australien ist es bereits morgen – C.M. Schulz 

  • Liegeplatz White Bay 4
  • Liegezeit: 20.12.2017, 08:00 Uhr bis 21.12.2017, 22:00 Uhr
  • Alle an Bord: 21.12.2017, 21:30 Uhr
  • Nächste Etappe 1.352 sm (2.503 km) bis Cairns

Abkühlung 1 Sydney Brunnen

Wetter unbeständig…

Abkühlung 2 Sydney Brunnen

Donnerstag, 21.12.

Zurück vom heutigen Ausflug nach Manly, einer kleineren Stadt oder einem Vorort von Sydney. Entspricht in etwa einem Badekurort an der See wie z.B. Cuxhaven-Dunen o.ä. mit vielen, kleinen Hotels. Pensionen und Apartments. Restaurants und Eisdielen dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Promenade wetterbedingt fast leer…

Die Sonne steht hier tagsüber lange im Zenit. Bei längerem Aufenthalt im Freien ist eine Kopfbedeckung unerlässlich. Die Uhrzeit weicht tatsächlich um 10 Stunden ab bzw. liegen wir hier der Deutschen Zeit voraus.

Auch in Manly weihnachtet es! 

Der Tag-Nacht-Wechsel ist schneller als bei uns. Dies fiel mir früher bereits auf Gran Canaria auf. Das Wetter hat sich nach Gewittern von gestern auf heute von 42 auf 23 Grad geändert und ist den Meisten hier lieber, selbst dann, wenn der Himmel dadurch bedeckt ist. Im Winter liegen die niedrigsten Temperaturen in Australien bei 5 Grad, aber hier ist ja momentan Sommer inkl. Sommerzeit.

Church of Manly

Worauf man sich aber in Manly, Sydney und den Rest von Australien hundert Prozent verlassen kann: auch die kleinste Pinte oder auch öffentliche Hotspots bieten erstklassiges WLAN, hier meistens WiFi genannt. Daran kann Deutschland auf absehbare Zeit nicht klingeln. Siehe auch meine vorangegangenen Ausführungen zum Zukunftsindex von Deutschland, Australien und Neuseeland.


Mittwoch, 20.12.

Ausflug Sydney bei Nacht mit dem Höhepunkt „Besuch des Sydney Towers inklusive Abendessen“ wurde von einem erstklassigen Reiseguide begleitet. 

Weihnachtlich geschmücktes Sydney

Auch ein improvisierter Gang durch die weihnachtliche Stadt mit Besichtigung diverser Passagen und Kaufhäuser war ein voller Erfolg. Reges Treiben der Einwohner, die noch Weihnachtseinkäufe für ihre Lieben erledigten. 

Der Abend senkt sich langsam über Sydney

Der Blick aus der sich langsam drehenden Kuppel aus einer Höhe von 251 m war überwältigend. 


Für Menschen mit Höhenangst war der Blick aus dem Tower sicherlich nicht geeignet. 

Durch die starken Lichtquellen im Raum selbst, musste man die Kamera direkt an die Glasscheibe der Towerkuppel drücken, um sich möglichst keine Lichtreflexe auf dem Foto einzufangen. 

Blick in die Kuppel des Sydney Towers

Wie ich soeben nach Rückkehr vom ersten Ausflug erfahre, wird in Deutschen Zeitungen über unseren Besuch in Australien berichtet. Die Welt-Ausgabe von Mecklenburg-Vorpommern  Stand 18.12.2017 schreibt:

Erstmals Aida-Kreuzfahrtschiff in Australien…

Sydney Opera mit Cruiser

Rostock (dpa/mv) – Erstmals in der Unternehmensgeschichte wird am Mittwochmorgen (Ortszeit) ein Schiff der Kreuzfahrtgesellschaft Aida Cruises in Australien erwartet. Wie Aida Cruises am Montag in Rostock berichtete, wird die «Aidacara» in der Millionenmetropole Sidney anlegen. In Deutschland werde der Erstanlauf ab Dienstag 21.00 Uhr live über Facebook übertragen. 

Das Schiff, mit rund 1100 Passagieren an Bord, befindet sich auf einer Weltreise, die in 116 Tagen zu 41 Häfen in 23 Ländern auf fünf Kontinenten führt. Der Aufenthalt auf dem fünften Kontinent werde mehrere Tage dauern. Nach zwei Tagen geht es zum Great Barrier Reef und Cairns im Nordosten, es folgen Darwin, anschließend das südostasiatische Singapur und die Malediven.“

Egal, was die Zeitungen berichten, ich habe die Metropole in Down Under ganz entspannt bei einer Stadtrundfahrt besichtigt, z.B. den berühmten Surferstrand Bondi Beach, 

Bondi Beach

und den Sydney Tower mit seinen 251 Metern, übrigens das höchste Gebäude der Stadt. Ihn werde ich heute Abend noch genauer kennenlernen. An klaren Tagen kann man von dort bis zu den Blue Mountains sehen, die circa zwei Fahrstunden entfernt sind. 

Sydney Tower mit seinen 251 m

Im Anschluss nehme ich eines der Wahrzeichen der Stadt näher unter die Lupe und erfahre über Sydneys Oper spannende Geschichten und viel Wissenswertes über Land und Leute.

Oper

Man wird z.B. fast überall in Australien mit einem „How‘s it goin‘?“ begrüßt. Auf die Frage, die sich eigentlich nach dem Wohlbefinden erkundigt, wird oft jedoch keine Antwort erwartet.

Stadtsilhouette vom Schiff aus 

Sydney wurde vor 20.000 bis 40.000 Jahren von Australiens Ureinwohnern, den Aborigines, besiedelt. Mit Ankunft europäischer Siedler war Sydney zunächst eine Strafkolonie mit 800 Sträflingen.

Sydney im Überblick

Lage der Stadt

Australiens größte Stadt liegt an der Ostküste im Bundesstaat New South Wales, dessen Hauptstadt sie auch ist. Die außerordentlich reizvolle Lage, umgeben von wunderschönen Stränden, Nationalparks und den Blue Mountains sowie das angenehme subtropische Klima zeichnen Sydney aus. 

Harbour Bridge

Gleichzeitig ist die Stadt Australiens Industrie-, Handels- und Finanzzentrum und das wichtigste Tourismuszentrum des Landes. Auch als Universitätsstadt und für Arbeitnehmer aus aller Welt ist Sydney attraktiv. Sydney ist mit 5 Millionen Einwohnern auch die größte Stadt in Australien.

Skyline von Harbour Bridge aus

Ganz gleich, ob Kunst und Kultur, Shoppingvergnügen oder wunderschöne Naturerlebnisse – Sydney vereint alles, wie kaum eine andere Stadt. Aufgrund der zentralen Lage der Kreuzfahrtterminals im Port Jackson, von dem aus alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar sind, gilt Sydney als der schönste Kreuzfahrthafen der Welt. 

Gap Bluff und Dover Heights

Sydney, eine junge & pulsierende Metropole auf uraltem Land. „Downunder“ ist ein Land der Kontraste. In der Mitte des fünften Kontinents erhebt sich der Monolith des ‘Uluru‘ (Ayers Rock). Die Küste ist von schönen Städten gesäumt. 

Monolith des ‘Uluru‘ (Ayers Rock)

Der hohe Lebensstandard in der pulsierenden Metropole Sydney zieht Einwanderer aus der ganzen Welt an. Das Land ist konservativ und multikulturell zugleich.  Ein weiter Weg vom alten Erbe und den Mythen der Aborigines, sowie den Einflüssen der Einwanderer bis hin zum modernen Staat. 

Oper Innenansicht

Schließlich sehen wie auch die  weltberühmte Oper. Sie ist nicht nur ein Symbol von Sydney und ganz Australien, sondern zugleich auch ein globales Wahrzeichen der Moderne.

Sydney Opera und Harbour Bridge


SYDNEYS HIGHLIGHTS

Stationen: ca. 1h 15 Stadtrundfahrt entlang der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt z. B. Kings Cross, Sydney Opera House, Sydney Entertainment Center; anschließend ca. 45 min Panoramafahrt zum berühmten Bondi Beach; ca. 30 min Aufenthalt mit der Möglichkeit zum Baden und Relaxen; Rückfahrt durch Paddington zurück zum Schiff

SYDNEY BEI NACHT

Stationen: ca. 30 min Panoramafahrt durch das Hafenviertel „The Rocks“; ca. 2h Aufenthalt inklusive Abendessen im Sydney Tower Restaurant; Fahrt zur Oper von Sydney; Fotostopp mit der Möglichkeit die Oper und die Harbour Bridge bei Nacht festzuhalten; Rückfahrt zum Schiff

MANLY U. DER NORDEN VON SYDNEY

Stationen: ca. 1h 30 Panoramafahrt durch die Stadt, über die Sydney Harbour Bridge in Richtung Norden durch Kirribilli, Milsons Point, Cremorne und Mosman; ca. 1h Aufenthalt am Manly Beach mit der Möglichkeit zum Baden und Relaxen; Panoramafahrt zurück zum Schiff. 

Jok des Tages. Ein Mann wurde ins freie Meer geworfen. Kommt ein Boot vorbei.  Kapitän: „Soll ich dich retten?“ Mann: „Nein, Gott wird mir schon helfen!“ Nach einer Weile kommt ein weiteres Boot.  Kapitän: „Soll ich dich retten?“ Mann: „Nein, Gott wird mir schon helfen!“ Dann ertrinkt der Mann! Er kommt in den Himmel und trifft Gott. Mann – wütend: „Warum hast du mir nicht geholfen?“ Gott: „Aber ich habe dir doch zwei Boote geschickt!“



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So.-Di., 17.- 19. Dez, Tag 62-64 der Reise (Seetage)

Spruch des Tages. Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher – Albert Einstein

Nächste Etappe 1.219 sm (2.257 km) bis Sydney 

Dienstag, 19.12.

Es ist soweit. Heute Nacht sind wir uns wieder etwas näher gekommen, nämlich Deutschland, zumindest in der Uhrzeit. Ab sofort liegen wir statt 12 nur noch 11 Stunden im Voraus. Morgen Nacht dürfte das Gleiche noch einmal passieren, denn Sydney liegt lediglich 10 Stunden voraus bei gleichzeitiger Sommerzeit. 

Dance Around The World. Gestern Abend hat das „AIDA Stars Tanzpaar“ Vitalina und Mykola mit der Liveband „The Band Mates“ zu einer besonderen Veranstaltung ins Theater eingeladen. Das Theater war sehr gut besucht. 

Sportgerät Schuhe

Die Spannung stieg zum großen Finale des „Dance Around The World“ Festivals mit den Gäste-Tanzpaaren. Alles in allem ein eleganter Abend mit gelungenem Tanzsport im Theater.

Tanzsport vom Feinsten

Ganz anderes Thema. Heute habe ich an meine Kolleginnen und Kollegen von der Springer Tafel, soweit sie E-Mail-Adressen haben, das Folgende auf den Weg gebracht. Da sie sich auch um die Feiertage herum um jeden einzelnen Tafelkunden bemühen, haben Sie diese direkte Ansprache aus dem Reisebericht heraus verdient. Daher nachfolgend ausnahmsweise etwas mehr Text, als sonst wie hier gewohnt, die vielen Bilder. 

Springe, am 10.12.17 von M. Reichelt

Artikel aus der Hamburger Morgenpost (MOPO), der mich sehr berührt hat. Nach dem Lesen wusste ich wieder, warum ich mit dabei bin.

Wunderschöne Festtage und
beste Grüße, 

Dieter

„Krebskranke Gründerin der Hamburger Tafel Ami Dose: „Wenn man das Leben versteht, ist es vorbei“

Von Stephanie Lamprecht

Ami Dose, Gründerin der Hamburger Tafel und die vermutlich jüngste 87-Jährige weit und breit, hat Krebs. Die MOPO sprach mit einer lebenssprühenden Dame über „die letzte Tür“ und ein Haus auf Sylt, über Flüchtlinge, einen Kirchenkeller und warum das Leben zurzeit wieder mal besonders interessant ist.

Lymphdrüsenkrebs. Kein Mensch, der Ami Dose erlebt, käme auf die Idee, dass dieses Energiebündel krank sein könnte. Oder auch nur alt. Leichtfüßig und mit verblüffend schönen Beinen eilt sie die Stufen empor.

Sie wohnt in der mittleren Etage eines Drei-Generationen-Hauses. Unten wohnt eine ihrer Töchter, unter dem Dach die Enkel. Die Wohnung: gediegen, viele Bücher, ein Flügel. Öfter Klavier spielen, das war einer der Pläne für den Ruhestand. Und mehr Zeit im Ferienhaus auf Sylt verbringen.

Hat nicht so richtig geklappt: „Loslassen ist nicht mein Ding“, erklärt Ami Dose und strahlt. Vor fast drei Jahren wurde sie mit einer großen Gala in den Ruhestand verabschiedet, machte eine Kreuzfahrt, stellte fest: „Auch nicht so mein Ding“ – und unterstützt nun ihren Nachfolger Jens Wrage (Ex-Hadag-Boss) nach Kräften.

Von zu Hause aus. Firmen anrufen und um Spenden für die Tafel betteln, Promis für die Tafel einspannen, so was. Alles nach der täglichen Bestrahlung, wie sie beiläufig erwähnt. Der Krebs ist nicht ihr wichtigstes Thema: „Ach, ich bin 87, ich stehe vor der letzten Tür, was soll ich mich verrückt machen?“

Plötzlich ein nachdenklicher Blick aus großen grünen Augen: „Gerade wenn man das Leben versteht, wenn man alles draufhat, ist es vorbei.“ Dann bricht das Temperament wieder durch: „Ich will noch nicht sterben, das Leben ist ja gerade wieder so interessant!“

Wenn am 12. September Ruderer und Paddler auf der Binnenalster um den AlsterCup kämpfen, werden die Männer des Olympia-Achters Shirts mit der Aufschrift „Hamburger Tafel“ tragen. Hat Ami organisiert: „Wir müssen doch im Gespräch bleiben!“

Gerade jetzt, wo „wir noch mehr um Spenden betteln müssen“. Für die Flüchtlinge. Die Bilder der Hilfesuchenden berühren Ami Dose: „Ich bin ’48 aus Dresden hergekommen, hab in einem ausgebombten Kirchenkeller an der Eiffestraße gewohnt. Ich weiß, wie es ist, keinen Namen zu haben.“

Auf Sylt war sie in diesem Jahr nur vier Tage. Ist mit dem Schiff rausgefahren zu ihrem verstorbenen Mann, den sie nur „Herbert Dose“ nennt („ich sag nicht ,mein Mann‘, der gehört mir ja nicht“). Als der Unternehmer vor 20 Jahren starb, begann seine Witwe, Essen für Arme zu sammeln: „Um nicht verrückt zu werden.“

Nach ihrem Tod, sagt Ami Dose, will sie auch auf der Nordsee bestattet werden. „Bei Herbert Dose.“ Glaubt sie an ein Leben nach dem Tod? Nachdenken. „Mal ja, mal nein. Ich guck schon manchmal da rein.“ Sie zeigt auf ein Buch auf der Fensterbank. Das Neue Testament.“

Frau Dose ist am 28. April 2016 im Alter von 87 Jahren verstorben.


Montag, 18.12.
Heute wichtig! Einreisekontrolle der australischen Behörden für alle Gäste. Vor unserem Einlaufen in Australien ist es für alle Gäste notwendig, persönlich bei den australischen Behörden vorstellig zu werden. 

Ohne Pass und Einreisekarte geht nichts

Die Kontrolle wird heute von 09:00 bis 12:00 Uhr sowie von 14:00 bis 17:00 Uhr in der Cara Lounge auf Deck 9 stattfinden. Mitzubringen sind Reisepass und die ausgefüllte Einreisekarte, die auf die Kabine geliefert wurde.

Nachzutragen vom 3. Adventssonntag bleibt der Weihnachtsmarkt auf dem Pooldeck. 

Housekeeping-Chor

Besonders gefreut habe ich mich über den Housekeeping-Chor, der Lieder aus der Heimat gesungen hat, und die dürfte bei den diversen Nationen vielfältig gewesen sein. Also „die im Dunklen sieht man nicht“ aus der Dreigroschenoper von Bertolt Brecht wird hier punktuell durchbrochen.

Die Aidastars singen Weihnachtslieder

Ganz anders die Aidastars. Die Weihnachtslieder entsprangen mehr dem angelsächsischen Liedgut zu Weihnachten und kommen Rock- und Pop sehr nahe. 

Der Gästechor
Richtig heimelig wurde es dann beim Gästechor mit den vertrauten Weihnachtsmelodien. Immerhin 130 Damen und Herren haben für diesen Auftritt geprobt und die Lieder auch gut rübergebracht.


Sonntag, 17.12.

Oft werde ich gebeten, doch etwas mehr persönliches aus meinem Umfeld zu berichtenJetzt also etwas persönliches über mein Befinden hier an Bord. Ich habe hier ein schweres Schicksal, wie Ihr dem folgenden Schreiben an einen ehemaligen Kollegen entnehmen könnt, den ich trösten musste, wegen seiner vielen Arbeit im Dienst (natürlich erst seitdem ich nicht mehr dabei bin). Zunächst sinngemäß sein Statement:

„Guten Morgen Dieter! 

Hier ist die arbeitende Bevölkerung. Wir haben 6.00 Uhr und ich bin auf dem Weg zu meinem Arbeitsplatz nach Braunschweig. Ich kann leider nicht einen so tollen Blog bieten, meine Einträge wären von viel Hektik, Terminen und Besprechungen etc. geprägt. Aber damit halten wir Dir den Rücken frei, dass Du Deine Weltreise genießen kannst…“

So stellt er sich das vor! 

Mein Kollege wird mir das verzeihen, aber seine Mail habe ich schon richtig verstanden. Er will mir ein schlechtes Gewissen machen mit „wie schlecht es ihm und wie gut es mir geht“. Meine Antwort:

Hallo mein lieber Freund!

Hier haben wir jetzt 4:52 Uhr und ich bin bereits bei der „Arbeit“. Mittlerweile habe ich einige Leute an der Backe, die sich gerne von mir ihre Smartphones und Tablets erklären lassen. Das spricht sich auf so einem Schiff schnell herum. Die unterscheiden übrigens auf einer so langen Reise nicht, ob Samstag, Sonntag oder Alltag ist.

Und so hätte ich es auch gerne…

Ich bündele diese Aktivitäten bereits in Vierergruppen, vergebe Termine und mache Besprechungen mit der Schiffscrew, wo ich diese Unterweisungen abhalten kann.

Vierergruppen haben sich bewährt…
Das positive an der Sache ist, ich habe plötzlich persönliche Kontakte ohne Ende. Habe ich schon erwähnt, dass ca. 2/3 der Reisenden zwischen 60 und 80 Jahre alt sind?  Ein schwimmendes Altersheim sozusagen.

Sie alle haben Fragen über Fragen! 

Erstaunlicherweise sind die meisten dieser Technikfreaks gut erhaltene Damen. Ihre Männer wollen mit diesem „komplizierten Kram“ nichts mehr zu tun haben, sind aber froh, dass sie ihre Holde zwischenzeitlich bei mir parken können und wenden sich dann fröhlich der Bar oder dem Skatspiel zu.

Wie du leicht erkennen kannst, geht es hier also um ganz ernste Anliegen, die behandelt werden wollen. Denke also bei Deiner nächsten Bahnfahrt nach Braunschweig an diese, meine Situation, denn „Du bist nicht allein!“

Die Zeit vergeht wie im Fluge …

Nur im Unterschied zu mir, kannst Du nach gut einer halben Stunde aus Deinem IC wieder aussteigen. Ich auf meinem Dampfer habe Mehrmonatsknast und nur alle paar Tage Freigang.

Einen guten 3. Advent wünscht mit diesem Hilferuf von den Meeren der Welt, Dieter


P.S. Ich muss aufpassen, dass Aida mir keinen Edutainer-Vertrag für 3.6 TEUR (inkl. Wohnen und Verpflegung) im Monat anbietet,  dann habe ich lebenslang Bootsknast. Von der Sorte laufen hier gut ein halbes Dutzend rum.



—-!—- Auckland —-!——

Sa., 16. Dez, Tag 61 der Reise (Landgang

Spruch des Tages: Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge – Wilhelm Busch

  • Liegepl. Queen’s Wharf East 
  • Liegezeit: 08 – 22 Uhr
  • Alle an Bord: 21:30 Uhr
  • Nächste Etappe 1219 SM (2257 km) bis Sydney 

    Wie bereits in Südamerika an dieser Stelle einige wirtschaftliche Basisdaten zum Vergleich zwischen Australien, Neuseeland und Deutschland:

    Lediglich beim BIP kann sich Deutschland deutlich absetzen. Beim „Zukunftsindikator“ HDI liegt Australien vor Deutschland.

    Zur Erinnerung: BIP= Bruttoinlandsprodukt, HDI= Human Development Index, ist ein Wohlstandsindikator der UN für Staaten, und berücksichtigt Bruttonationaleinkommen pro Kopf, Lebenserwartung, Dauer der Ausbildung u.v.a.m., je näher an 1, umso besser. 

    Dicht beim Hafen und der AIDAcara das Fairyhouse, das Fährhaus von Auckland mit den Wolkenkratzern im Hintergrund. 

    Zurück vom Ausflug und einige schöne, dutzend Bilder gemacht. Mit zu den schönsten Aussichtspunkten zählt das „Michael Joseph Savage Memorial“ auf seiner Anhöhe. Von hier hat man einen guten Blick über Auckland.

    Michael Jos. Savage Memorial

    Vorbei an dem berühmten Rosengarten mit den über 500 Rosenarten. Im Hintergrund ein fantastisches Baumwunder. 

    Rosengarten mit über 500 Arten

    Erfahrungsgemäß kann man die meisten Fotos in guten Museen machen. So natürlich auch in dem fantastischen „War Memorial Museum“ von Auckland. 

    War Memorial Museum

    Die folgenden Aufnahmen sollen für sich sprechen.

    Maori Masken

    Affenmutter mit Affenjunges 

    Fischschwarm als Multimedia-Darstellung

    Und weiter ging die Busfahrt vom Museum vorbei an dem sogenannten Millionärshügel. Die teuersten Objekte sollen hier um die knapp 40 Millionen US-Dollar kosten. 

    Auckland im Überblick

    Auckland liegt auf der nördlichen Landzunge der Nordinsel von Neuseeland. Das Stadtgebiet der mit rund 1,4 Millionen Einwohnern größten Stadt Neuseelands wurde auf 53 inaktiven Vulkanen und 50 Inseln erbaut und grenzt im Norden an die Region Northland. 

    Brückenläufer auf Auckland Harbour Bridge

    Etwa ein Drittel der Bevölkerung Neuseelands lebt hier. Weitläufige Parkanlagen, zahlreiche Strände und viele kleine Häfen an den beiden Meeren (Tasmanische See und Pazifik) tragen dazu bei, dass Auckland in Bezug auf die Lebensqualität weltweit auf Platz 3 liegt. 

    Stadt am Meer

    Aufgrund der vielen Segelboote wird die Stadt auch „City of Sails“ genannt. Auckland ist die Heimat vieler verschiedener Kulturen. Etwa 10 Prozent der Bevölkerung sind Maori, ein Großteil ist europäischer Abstammung (vor allem britischer) sowie polynesischer und asiatischer Herkunft.

    Stadtrundfahrt und Museum 

    • Bei einer Stadtrundfahrt vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten erfahren Sie Details zu Auckland
    •  anschließend etwa 1 h 30 Zeit um das War Memorial Museum zu erkunden;
    • Rückfahrt zum Schiff

    Jok des Tages. Zwei Seeleute sollen die Höhe eines Mastes messen. Mühsam klettert der eine hinauf. Als er wieder unten ist, meint der andere: „Wir hätten den Mast umklappen sollen, dann hätte er sich leichter messen lassen.“ „Trottel! Wir sollen doch nicht die Länge, sondern die Höhe messen!“



    —-!—- Waitangi —-!——

    Fr., 15. Dez, Tag 60 der Reise (Landgang

    Spruch des Tages: Glücklich ist einer, der gut von anderen denkt – trotz täglicher Enttäuschungen und Missverständnissen.

    • Liegeplatz: auf Reede
    • Liegezeit: 13 – 21 Uhr
    • Letzter Tender:  20:00 Uhr
    • Nächste Etappe: Auckland 153 sm (283 km)

    Heute Morgen noch einmal Wetterbericht aktualisiert: z.Zt. 17°C in Waitangi und überwiegend sonnig – Höchstwert: 23° Tiefstwert: 14°  Ndschlg.: 10 %

    Unser Domizil für die nächsten Stunden

    Zurück vom Ausflug, welcher mit einer leichten Verspätung begann. Nach dem Übersetzen mit dem Tender- gingen wir direkt auf unser Ausflugsboot und wurden von der Besatzung herzlichst empfangen. 

    Munteres Bordleben auf dem Ausflugsboot

    Ziel war die Erkundung der historischen Seiten von der Bay of lslandsi entlang der Küste Richtung Opua mit Weiterfahrt entlang Kororareka sowie ein längerer Aufenthalt in Russel. 

    Wunderschöne Häuser am Ufer der Bay

    An Bord wurde übrigens ein ausgezeichnetes Mittagessen für uns gefertigt. Zur Auswahl standen Lamm-, Reh- und Fischgerichte. Weiter ging die Fahrt nach Russel mit einer längeren Besichtigung des Ortes. 

    Ein Schmuckes Örtchen, dieses Russel

    Die Rückfahrt zu den Tender-Booten und das Übersetzen zur AIDAcara ging problemlos von statten. 


        Waitangi im Überblick

        Wir nähern uns Paihia/Opua…

        Waitangi ist ein Ortsteil der Stadt Paihia in der Region Northland in Neuseeland. Das ehemalige Fischerdorf gilt als der Geburtsort Neuseelands, denn hier unterzeichneten am 6. Februar 1840 Vertreter Großbritanniens und 45 Führer der Maori den „Vertrag von Waitangi“. 

        Traumlandschaft Waitangi 

        Mit diesem Staatsvertrag wurde Neuseeland offiziell zur britischen Kolonie. Heute ist der Ort am Eingang der berühmten „Bay of Islands“ ein beliebtes Touristenziel. Der Tourismus ist die Haupteinnahmequelle der rund 800 Einwohner von Waitangi und der rund 7.000 Menschen in der Gemeinde. 

        Riesen-Waka (riesen Maori Kanu)

        Paihia ist der ideale Startpunkt für Ausflüge zu den 144 Inseln in der Bay, zur ehemaligen Hauptstadt Neuseelands, zu den wunderschönen Stränden der Umgebung und für sportliche Aktivitäten an Land und zu Wasser.

        Ausflug Stationen: 

        • ca. 2h 30 Erkundung der historischen Seiten von den Bay of lslandsi entlang der Küste Richtung Opua; 
        • Weiterfahrt entlang Kororareka
        • Austernzucht nach Okiato;
        • Mittagessen; 
        • Ziel ist der historische Ort Russell,
        • Möglichkeit zur individuellen Freizeit oder Rückfahrt zum Schiff (Fähre nach Paihia ist enthalten) 

        Maori Maske

        Tipps für Waitangi gelesen:

        Tauchen Sie auf den Ausflügen ein in Neuseelands Geschichte in Kombination mit der polynesischen Kultur. Übrigens, der Ort mit dem zweitlängsten Namen der Welt liegt in Neuseeland und heißt: „Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu“.

        Kriegstanz der Maori

        In Nordneuseeland, wo Polynesien auf die westliche Welt trifft, erleben wir die Maori-Kultur bei einer traditionellen Willkommens-Zeremonie, der Marae. Der atemberaubende Blick über die Bucht mit einem riesigen Waka (Kanu) zeigt die Schönheit der neuseeländischen Natur. 

        Traumlandschaft Waitangi 

        Der Jok des Tages. Als ein Rentner-Ehepaar aus dem Kaufhaus kam, war ein Polizist gerade dabei, einen Strafzettel zu schreiben. Folgendes berichten sie.

        Wir sind auf ihn zugegangen und haben ihn gefragt: „Können Sie nicht für einen pensionierten Kapitän und seine Frau eine Ausnahme machen? Wir waren nur 5 Minuten weg“. Er hat uns ignoriert und seinen Strafzettel weiter geschrieben. Ich hab‘ ihn dann ein fettes Schwein genannt. Er sah mich an und schrieb erneut einen Strafzettel aus für die schlechten Reifen.

        Dann hat ihn meine Frau als den König der Armleuchter bezeichnet. Er beendete den zweiten Strafzettel und klemmte ihn unter den Scheibenwischer und schrieb einen dritten Strafzettel. Dieses kleine Episode dauerte so 20 Minuten, je mehr wir ihn beschimpften, desto mehr Strafzettel schrieb er.

        Genau genommen war uns das ja egal, denn wir sind ja mit dem Bus in die Stadt gekommen! Seit unserer Pensionierung versuchen wir, täglich ein bisschen Spaß in unser Leben zu bringen, das ist in unserem Alter sehr wichtig!

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